Im Coronajahr waren auf A1 bei Traun die meisten LKW unterwegs
TRAUN. 5,08 Millionen LKW wurden im Vorjahr auf der A1 Westautobahn bei Traun gezählt, so viele wie bei keinem anderen Autobahnabschnitt in Österreich, wie eine aktuelle Verkehrsclub Österreich (VCÖ)-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt.

Weitere Hotspots des Schwerverkehrs in Oberösterreich sind: Die A8 Innkreis Autobahn, wo bei Krenglbach 3,9 Millionen LKW unterwegs waren und die A25 Welser Autobahn bei Marchtrenk mit 3,7 Millionen LKW. „Mit LKW-Kolonnen wird Österreich seine Klimaziele nicht erreichen. Der Güterverkehr muss endlich auch den nötigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, stellt VCÖ-Experte Schwendinger fest. Zentral ist dabei die verstärkte Verlagerung von der Straße auf die Schiene. Pro 1.000 Tonnenkilometer verursachen 40-Tonnen-LKW rund 20 Mal so viele Treibhausgase wie die Bahnen in Österreich.
„Eine der wirksamsten Maßnahmen sind betriebliche Gleisanschlüsse, also wenn vom Betrieb weg die Waren auf die Schiene kommen. Es braucht Anreize, damit einerseits vorhandene Gleisanschlüsse verstärkt genutzt und andererseits neue errichtet werden, wo bahnaffine Güter erzeugt werden“, betont VCÖ-Experte Schwendinger. Der VCÖ schlägt daher einen Klimabonus für Unternehmen vor, die Güter auf die Bahn verlagern.
EU ebenfalls gefordert
Auch die EU kann ihre Klimaziele nur mit verstärkten Maßnahmen im Güterverkehr erreichen. „Das Prinzip des freien Warenverkehrs ist um das Wort „klimaverträglich“ zu ergänzen. Statt der bestehen Höchstmaut ist endlich eine EU-weite Mindestmaut für LKW einzuführen“, nennt Schwendinger einige zentrale Maßnahmen.


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