Hochzeitsboom: „Alles schiebt sich zusammen, auch am Dienstag wird wieder geheiratet“

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Ab 1. Juli kann wieder im großen Stil gefeiert werden, so etwa auch am Oberbauergut in Leonding (Bild). (Foto: Aschaaa Photography)
Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 22.06.2021 12:11 Uhr

BEZIRK LINZ-LAND. Heuer und auch 2020 gab es viel weniger Eheschließungen als in den Jahren zuvor. Viele Brautpaare mussten ihren schönsten Tag im Leben immer wieder verschieben. Ab 1. Juli kann aber wieder groß geheiratet werden. Tips hat sich bei den Hochzeitslocations umgehört, wie sich die Betreiber auf den Heiratsboom im Sommer 2021 vorbereiten.

„Der vergangene Sommer war schon gut, aber auch 2020 haben viele Paare verschoben. Natürlich wird es heuer viel stärker als sonst“, verrät Regina Langmayr vom Burnerhof in Ansfelden. „Aber es geht jetzt schon das Gerücht um, dass man 2022 nicht mehr heiraten kann. Das stimmt so nicht. Man muss aber sicher flexibler sein. Wenn man will, ist das aber schon noch möglich.“

OÖ Festhöfe machen gemeinsame Sache

Aufgrund der schwierigen Situation haben sich viele Locations im vergangenen Jahr zu den OÖ Festhöfen zusammengeschlossen. „Das ist entstanden, weil wir nicht wussten, wie wir mit den gebuchten Hochzeiten umgehen sollen“, verrät Burgi Schiefermair von den Hofgärten Gerersdorf in Kematen. „Wir haben uns Hilfe geholt, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen für die Brautpaare. Wie gehen wir mit den Stornierungen um? Wie gehen wir in die neue Saison?“ Jetzt freuen sich alle, dass es endlich wieder losgehen kann und dass auch die Masken gefallen sind. „Hochzeiten sind sehr emotionale Feste. Das soll der schönste Tag im Leben werden. Auch das Umarmen gehört dazu und natürlich das Tanzen. Im Vorjahr haben wir das mit verschiedenfarbigen Perlen als Anstecker gelöst, quasi eine Art Corona-Ampel, damit jeder weiß, für wen Nähe in Ordnung ist und wer sie nicht mag“, so Schiefermair. Sehr hart getroffen hat das Familie Luger vom Oberbauergut in Leonding. Erst im Frühling 2020 wurde mit dem Betrieb als Hochzeitslocation gestartet, da war aber schon Corona. „Die Buchungslage ist sehr gut. Durch die vielen Verschiebungen und den neunmonatigen Stillstand, in dem Hochzeiten nicht erlaubt waren, brennen die Brautpaare darauf, ihren schönsten Tag endlich feiern zu können“, freut sich Gabriele Luger.

Hochzeitsstau und Trend zu neuen Fest-Tagen

„Leider gibt es durch die Verschiebungen einen regelrechten Hochzeitsstau. Somit müssen an einem Wochenende mehrere Hochzeiten stattfinden. Freitage sind aber mittlerweile genauso beliebt wie Samstage – und auch der Sonntag hat jetzt an Bedeutung gewonnen. Die Gäste nehmen sich für das Brautpaar gerne einen oder ein paar Tage frei und verbringen die Zeit zusammen,“ so Luger im Tips-Interview. „Für all jene, die im Moment an ihre Hochzeitsplanung denken und noch 2022 heiraten möchten, ist es sicher sinnvoll, auf einen Donnerstag oder Sonntag auszuweichen. Meinte man 2020 noch, dass 2021 alles stattfindet, so ist es nun das Jahr 2022.“

Emotionale Achterbahnfahrt

Auch Anneliese Huber, die mit ihrem Mann Franz Josef das Ganglbauergut führt, kann dem nur zustimmen und ergänzt: „Der Freitag ist eigentlich schon in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Ein neuer Trend geht nun auch wieder zum Dienstag. Da hat man auch früher schon geheiratet und das kommt jetzt wieder. Manche Brautpaare haben schon drei- oder viermal verschoben, das ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die wollen jetzt einfach heiraten“, zeigt sich die Ansfeldnerin verständnisvoll. „Wichtig ist, dass man die wichtigsten Eckpunkte gleich abklärt. Dazu gehört neben der Location auch unbedingt der Pfarrer, auch die sind momentan schwer zu kriegen“, so Huber. Weil sich natürlich auch andere Feste verschoben haben. Gespannt blicken die Hochzeitsausrichter und Wedding Planner auch dem bevorstehenden Winter entgegen. „Seit einigen Jahren wollen viele im Winter heiraten, weil es da auch leichter ist, die Dienstleister zu bekommen. Wir sind gespannt, ob das nach Corona wieder kommt“, so Annliese Huber, noch seien die Buchungen da natürlich verhalten.

Besonders gefragt sind momentan Veranstaltungen im Freien, weil sich die Gäste da sicherer fühlen. „Die Sehnsucht nach einem Garten und einem Fest im Freien ist groß, das merken wir immer mehr. Es gibt viele Naturliebhaber, die unsere Location deshalb buchen“, bestätigt Burgi Schiefermair von den Hofgärten Gerersdorf. Natürlich hat sich das nun verstärkt. Immerhin sind wir es gar nicht mehr gewohnt, sich mit mehreren Menschen in Innenräumen zu treffen, doch auch das ist nun bald wieder erlaubt.

Mehr Infos zu den besten Locations im Bezirk: www.festhoefe.at

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