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Zukunft Neuhofens: "Verkehrslösungen und Bodenschutz für die kommenden 10 Jahre"

Leserartikel Marlis Schlatte, 22.09.2021 17:00

NEUHOFEN. Pandemie, Unwetterereignisse und dazu noch die üblichen Gemeindebaustellen. Der langjährige Bürgermeister Günter Engertsberger berichtet im Interview mit Tips über die vergangenen Monate und Pläne für die Zukunft.

Günter Engertsberger ist seit 2003 Bürgermeister in Neuhofen an der Krems. Foto: Marktgemeinde Neuhofen

Tips: Sie sind bereits seit 2003 Bürgermeister. Wie waren für Sie die letzten eineinhalb Jahre im Vergleich zur bisherigen Amtszeit – als Bürgermeister und auch persönlich?

Engertsberger: Unverändert herausfordernd, da der stetige Mehrheitsfindungsprozess eine besondere Kreativität und auch Abstriche erfordert. Dies führt nicht nur zu erhöhtem Arbeitsaufwand, sondern auch zu Verzögerungsprozessen, die nicht nur Monate, sondern auch Jahre dauern können!

Tips: Was hat sich im letzten Jahr/in letzter Zeit in Neuhofen getan?

Engertsberger: Die Umsetzungsprozesse im Hochwasserschutz durch baureife Planung wurden abgeschlossen. Dann wurden Lückenschlüsse bei der B139 und der Gappstraße im Radwegenetz umgesetzt, der Ausbau der Freiwilligen Feuerwehr-Zentrale Weißenberg sowie der Neubau des neuen Gemeindedienstleistungsgebäudes begonnen und mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-System mit den dazugehörenden Leitungs- und Masterneuerungen gestartet. Außerdem wurden Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Neuhofen und des Bauhofes erneuert und vor allem die Einrichtung von Covid-Teststraßen im Forum Neuhofen umgesetzt!

Tips: War Neuhofen von den zuletzt schweren Unwettern betroffen? Welche Maßnahmen wurden im Vorhinein oder im Nachhinein gesetzt?

Engertsberger: Von schweren Unwettern sind wir verschont geblieben! Allerdings waren aufgrund von örtlichen Schüttregen-Ereignissen bei Überflutungen von Kellern, Garagen und dergleichen unsere Freiwilligen Feuerwehren gefordert! Dabei halfen natürlich auch die im Vorhinein gesetzten Maßnahmen im Hochwasserschutz durch die Errichtung von Rückhaltemaßnahmen und Retentionsräumen!

Tips: In welchem Ausmaß ist das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde nach den Lockdowns wieder gestärkt worden?

Engertsberger: Da wurde seitens der Gemeinde mit Veranstaltungen begonnen, die im Speziellen unserer Bevölkerung wieder die Möglichkeit gaben, sich dem Zentrum der Gemeinsamkeit zu widmen. So zum Beispiel beim „Weinfest“, welches der Lions Club mit der Gemeinde veranstaltet, oder der Seniorennachmittag für unsere ältere Generation am Pfarrplatz, oder der Seniorenfrühschoppen der SPÖ Neuhofen, das Marktfest der „Gesunden Gemeinde“ und das Kinder Rock Konzert!

Tips: Auf welches besonders positive und welches eher negative Ereignis blicken Sie im letzten Jahr zurück?

Engertsberger: Besonders positiv war, dass wir durch die Umsetzungen im Hochwasserschutz von Überflutungen des Kremsflusses verschont wurden! Auch dass die Gemeinde eine „Vor Ort Hilfe“ bei der Besorgung notwendiger Beschaffungen oder Behörden- und Arztbesuchen anbieten konnte sowie die zu Beginn der Pandemie installierten Teststraßen, wodurch die Bewohner nicht zum notwendigen Vorsorgetesten auspendeln mussten, habe ich positiv in Erinnerung. Negativ und sehr ärgerlich war die Not der Wasserversorgung letztes Jahr, hervorgerufen durch zu wenig Niederschlag der letzten Jahre!

Tips: Ein Blick in die Zukunft – welche Projekte stehen für die Gemeinde Neuhofen als nächste an?

Engertsberger: Zweifellos die Umsetzungen von Verkehrslösungen, die Erstellung des neuen „Örtlichen Entwicklungskonzeptes“, welches die Widmungen, eine kontrollierte Bebauung sowie den Bodenschutz als Aufgabe hat, für die kommenden 10 Jahre!


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