Stellungnahmen zur Umfahrung Haid: Initiative sammelte 364 Unterschriften
HAID/ANSFELDEN. Während des laufenden UVP-Verfahrens der B139 Umfahrung Haid wurden von der Bürgerinitiative drei Stellungnahmen eingereicht. Die 200er Marke an Unterschriften, um diese geltend zu machen und die Parteistellung zu erlangen, wurde bei allen erreicht.

Trotz Corona-Maßnahmen und Lockdown unterzeichneten 364 Bürger die Stellungnahme der Initiative. „Das ist angesichts der einseitigen Propaganda des Landes Oberösterreich und der Stadtgemeinde Ansfelden für den Straßenbau ein Riesenerfolg“, freuen sich die Vertreter der Bürgerinitiative. Sie kritisieren die kürzlich präsentierten Versprechungen des Verkehrslandesrates, nach denen der Ortsteil Haid mit dem Bauprojekt verkehrstechnisch entlastet werden und für mehr Lebensqualität und wirtschaftlichen Aufschwung sorgen solle. Die Bürgerinitiative kann dem allerdings wenig abgewinnen. Zwar würde auf der Salzburger Straße und der B 139 alt im Ortszentrum Haid die Kfz-Frequenz reduziert und aufgrund der Lärm- und Schadstoffemissionen die Wohnqualität in diesem Bereich erhöht werden, jedoch generiere die vier- bis sechsspurige Umfahrungsstraße in der Betriebsphase viel mehr Verkehr.
Zu schwache Maßnahmen
Auch die projektierten Lärmschutzbauten, um den Lärm erzeugten Lärm der 40.000 Fahrzeuge täglich abzuhalten, sieht die Initiative als zu schwach ausgelegt, ebenso wie die angebotenen Schallschutzfenster und Schlafzimmerlüftungen für die 88 Wohnhäuser. „Verschwindet der tägliche Stau auf der B139? Nein, er verlagert sich nur rückwärts nach Traun und konzentriert sich dort täglich rund um den HAKA-Kreisverkehr. Unter all diesen Voraussetzungen ist das Projekt nicht genehmigungsfähig. Es bedarf umfangreicher Nachbesserungen“, fordert die Bürgerinitiative.


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