Wichtiges Trinkwasserprojekt für die Region wurde feierlich eröffnet

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David Ramaseder Tips Redaktion David Ramaseder, 25.05.2022 12:00 Uhr

WILHERING/LINZ. Nach seiner Inbetriebnahme im Oktober 2021 fand am Montag, 23. Mai, die feierliche Eröffnung des neuen Hochbehälters in Hitzing statt. Das wichtige Wasserprojekt befand sich planmäßig zwei Jahre lang im Bau und hat nun bereits seit einigen Monaten positive Auswirkungen hinsichtlich der Versorgungssicherheit und Trinkwasserqualität in den umliegenden Gemeinden. 

Der für die Wasserwirtschaft zuständige Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder betont die Relevanz von sauberem Trinkwasser sowie des Grundwasserschutzes für das Land Oberösterreich: „Wasser ist unser aller zentrale Lebensgrundlage. Wir alle wollen sauberes Trinkwasser genießen und damit sicher versorgt sein. In Oberösterreich haben wir großes Glück, dass uns Wasser in solcher Qualität und ausreichender Menge zur Verfügung steht. Der Schutz und Erhalt unserer Trinkwasserversorgung ist eine der wesentlichsten Aufgaben, die wir den zukünftigen Generationen gegenüber haben. Der Klimawandel hat gerade auf die Wasserwirtschaft enorme Auswirkungen und stellt uns in vielen Bereichen vor neue Herausforderungen. Mittlerweile kommen manche Grundwasserkörper durch die Klimaveränderung und die einhergehenden längeren Trockenphasen und Dürreperioden schon an ihre Grenzen. Es ist daher unumgänglich, dass wir in allen Bereichen, aber eben vor allem in der Trinkwasserversorgung Anpassungsmaßnahmen, wie beispielweise hier mehr Pufferkapazität, vornehmen. Ich bedanke mich daher bei der LINZ AG für das Vorausschauen und für das tagtägliche Engagement, um 400.000 Menschen in und um Linz täglich sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen.“

Bürgermeister und LINZ AG-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Luger unterstreicht die Wichtigkeit des neuen Projektes und weist auf die lange Historie von zuverlässiger Trinkwasserversorgung in der Stadt Linz hin: „Die Inbetriebnahme des Wasserwerkes Scharlinz leitete Ende des 19. Jahrhunderts die öffentliche Trinkwasserversorgung in Linz ein und leistete damals einen epochalen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung. Damals war das erste Wasserwerk in Linz für die Versorgung von 77.000 Menschen ausgelegt, inzwischen versorgt die LINZ AG 400.000 Menschen in Linz und 25 weiteren Gemeinden mit bestem Trinkwasser. Hochmoderne Anlagen wie diese hier in Hitzing sowie innovative Technik sichern unsere regionale Trinkwasserversorgung und machen sie vor dem Hintergrund des Klimawandels in vieler Hinsicht zukunftsfit. Ein Blick in andere Regionen zeigt, dass eine garantierte Versorgung mit Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit ist. Ich wünsche den Verantwortlichen einen erfolgreichen Betrieb und allen, die direkt vom neuen Hochbehälter profitieren, viel Freude mit der modernen Anlage.“

Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, Aufsichtsratsvorsitzende der LINZ SERVICE GmbH, führt zudem den technologischen Fortschritt sowie die vielen Innovationen im Bereich Wasser an: „Zur Versorgungssicherheit trägt auch die Innovationskraft des Unternehmens bei, die sich beim Hochbehälter Hitzing auf beeindruckende Weise zeigt. Vom höchsten Standard bei der Hygiene über eine spezielle Filteranlage, die in dieser Größe im deutschsprachigen Raum einzigartig ist, bis hin zur Sauerstoffanreicherung des Wassers und einer hohen Energieeffizienz im Betrieb – der moderne Hochbehälter in Hitzing ist ein weiterer Garant dafür, dass die Haushalte in Linz und in den Umlandgemeinden rund um die Uhr mit bestem Trinkwasser versorgt werden.“

Auch LINZ AG-Generaldirektor Erich Haider unterstreicht die Bedeutung der Trinkwasserversorgung: „Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit, aber auch Innovation und Kundenorientierung – der neue Hochbehälter Hitzing vereint alle Leitmotive der LINZ AG. Es freut mich daher außerordentlich, dass wir heute ein wichtiges Projekt der Trinkwasserversorgung offiziell eröffnen. Die investierten acht Millionen Euro sind eine kluge Investition in die Zukunft, da der Hochbehälter zum einen für die Menschen hier in der Region zahlreiche Vorteile bringt und gleichzeitig zur Versorgungssicherheit für kommende Generationen beiträgt. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch die insgesamt 126 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Bereich Wasser, die 365 Tage im Jahr eine hervorragende Arbeit leisten. Im Einklang mit Natur und Technik tragen sie dazu bei, dass die LINZ AG in der Landeshauptstadt und über die Stadtgrenzen hinaus die Menschen mit dem wichtigsten Lebensmittel versorgen kann. Auch in diesem Sinne ist heute für mich ein besonderer Freudentag!“

Von Goldwörth in Zentralraum

In Goldwörth befindet sich das größte Wasserwerk der LINZ AG. Reinhold Plöchl, Bereichsleiter LINZ AG WASSER, hebt die vielen Vorteile des neuen Hochbehälters in Hitzing heraus: „Wir sind stolz auf dieses richtungsweisende Projekt, das einen wesentlichen Teil des Fundaments für die kommunale Trinkwasserversorgung bildet. Die Gemeinden Pasching und Hörsching profitieren von einem höheren Wasserdruck. Die Bevölkerung merkt die Steigerung um ca. ein bar etwa täglich beim Duschen. Zudem wird die Versorgungssicherheit in den Gemeinden Alkoven und Wilhering weiter verbessert. Beispielsweise ist nun auch bei Stillstand des Wasserwerks Goldwörth die Versorgung gewährleistet. Im Bedarfsfall kann das Wasser in umgekehrter Richtung vom Traun- in das Donautal gefördert werden.“

Auf Innovation gebaut

Innovation spielt beim Projekt eine wesentliche Rolle. So sind beispielsweise moderne Tauchbelüfter, die sich am Boden der Wasserkammern befinden und das Wasser mit Sauerstoff anreichern, und die erste Scheibenfilteranlage in dieser Größe im deutschsprachigen Raum im Einsatz. Ebenso wurde in der Hochbehälterkammer eine spezielle rein mineralische Beschichtung aufgetragen, welche die Hygiene gewährleistet und die Langlebigkeit des Bauwerks unterstützt. Zusätzlich kommt es zu einer erhöhten Energieeffizienz. Die im Wasserwerk Goldwörth eingesetzte Pumpenergie kann für die Kunden nun besser ausgenützt werden.

„Die Netzkapazität des Wasserwerkes Goldwörth kann von bisher 45 Millionen Liter am Tag auf 60 Millionen am Tag gesteigert werden. Durch das Fassungsvermögen von zwei Millionen Liter im neuen Hochbehälter erhöht sich auch die Speicherkapazität. Diese ist wichtig für die Pufferung von Lastspitzen, die etwa bei Trockenperioden im Sommer auftreten können. Wir gehen davon aus, dass die Lastspitzen in Zukunft durch die Klimaentwicklung zunehmen werden. Insgesamt gesehen stellt der neue Hochbehälter Hitzing somit eine qualitativ hochwertige Weiterentwicklung des fast 50 Jahre alten Scheitelbehälters dar, der mittlerweile rückgebaut wurde. Von diesem zukunftsgerichteten Projekt werden Hunderttausende Menschen für lange Zeit profitieren“, resümiert Reinhold Plöchl.

Ein Teil des Wassers strömt in die neu geschaffene Versorgungszone zu den Gemeinden Pasching, Hörsching, Kirchberg-Thening, Oftering, Marchtrenk, Holzhausen und Weißkirchen. Der restliche Teil fließt Richtung Hochbehälter Froschberg, der mit knapp 29 Millionen Liter Fassungsvermögen der größte Hochbehälter der LINZ AG ist.

Hohes Speichervolumen

Bisher erfüllte der fast 50 Jahre alte Scheitelbehälter in Hitzing lediglich eine hydraulische Trennfunktion, das aus dem Donautal kommende Wasser wurde bis zum Scheitelpunkt in Hitzing gepumpt, von dort aus floss es ins Versorgungsgebiet. Jedoch gab es keinerlei Speicherkapazitäten. Mit dem neuen Bauwerk wird das Speichervolumen im Versorgungssystem um weitere zwei Millionen Liter auf insgesamt mehr als 63 Millionen Liter erweitert. Damit kann der durchschnittliche Tagesbedarf gespeichert und Lastspitzen können besser gepuffert werden.

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