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WILHERING. Im Stiftsgymnasium Wilhering wurden die ersten drei Klassen heuer zu Schulbeginn im Rahmen der Geräteinitiative „Digitales Lernen“ des Bundes mit Tablets ausgestattet. Aber auch sonst spielt die Digitalisierung für Direktorin Christine Simbrunner eine wichtige Rolle, um die Schüler auf die Herausforderungen bestmöglich vorzubereiten. Tips war vergangenen Freitag zum Lokalaugenschein in der Schule und konnte sich aus erster Hand einen Eindruck verschaffen.

 (Foto: Tips/Ramaseder)
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„Uns war es ganz wichtig, dieses Angebot anzunehmen. Wir haben eine Verantwortung für die Allgemeinbildung und es gehört heute dazu, dass wir die Kinder im digitalen Bereich sicher machen und ihnen Tools und Kompetenzen mitgeben. Nicht alles macht digital Sinn, vieles wird auch weiterhin analog bleiben. Aber sich dem zu verschließen, würde bedeuten, dass man nicht schaut, was die Kinder für die Bewältigung ihrer Zukunft brauchen“, bringt es Direktorin Christine Simbrunner auf den Punkt, warum es für sie und die Schule keine Frage war, an der Initiative des Bundes teilzunehmen. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits seit drei Jahren. Nach längerer Wartezeit konnten zu Beginn des Schuljahres die ersten drei Klassen mit i-Pads ausgestattet werden.

Auswahl wichtig

Im Vorfeld wurde genau überlegt, welche Geräte ausgewählt werden. „Es sollte unbedingt ein Tablet mit Stift sein. Die ganzen Lehrbücher bauen ja auch methodisch darauf auf“, war der Direktorin wichtig, dass technisch, methodisch und didaktisch der Einsatz der neuen Unterrichtsmittel gut vorbereitet über die Bühne geht. Aus diesem Grund wurden dem Lehrpersonal die Geräte auch schon vor den Sommerferien zur Verfügung gestellt, um sich in Ruhe darauf einzustellen. Es wurden auch Weiterbildungen angeboten, denn „ein wichtiger Punkt dabei ist auch, methodisch den Unterricht darauf um- und einzustellen“, so Simbrunner. „Das Tablet soll bei uns überall Anwendung finden, wo es methodisch und didaktisch sinnvoll ist. Man kann zum Beispiel sogar Werkstücke digital gestalten, auch wenn das haptische natürlich weiterhin im Vordergrund stehen soll.“

Ausgewogene Nutzung

Der Umgang mit den Tablets ist in vielerlei Hinsicht eine Erleichterung für die Schüler. So müssen nicht immer alle Bücher und Hefte herumgetragen werden. Auch für die Professoren wird die Verteilung von Arbeitsblättern, Aufgaben usw. erleichtert. In allen Bereichen soll das Tablet aber nicht eingesetzt werden. „Texte oder Aufgaben kommen weiterhin großteils ins Heft. Das Tablet wird aber gerne als Arbeitsblatt-Ersatz genutzt. Auch bei Sprachübungen bietet das Gerät tolle Rückmeldungen bezüglich der Aussprache“, ist für Englischlehrerin Katharina Kremer die Dosierung wichtig. Auch in Latein wird die neue Technologie zur Visualisierung und als Abwechslung im Unterricht gerne eingesetzt. „Die Ausgewogenheit ist aber sehr wichtig, es sollte alles mit Maß und Ziel geschehen“, so Peter Glatz, der ebenfalls wie seine Kollegen froh ist, dass der Umstieg so reibungslos funktioniert hat.

Schüler voll motiviert

Auch bei den Kindern, die erstmals mit den für sie zumeist neuen Geräten arbeiten, fällt das Feedback großteils sehr positiv aus. „Es geht uns sehr gut damit. Praktisch ist, dass wir alle Übungen dort machen und auch direkt im Programm abgeben können“, so Schüler der 3D, die mit dem Tablet gerade eine Sprachübung machen und sich dabei filmen. Auch wenn das Buch einmal zuhause vergessen wird, ist das heutzutage kein großes Problem mehr. Lehrerin Anna Url-Prall ist stolz auf ihre Schüler: „Sie sind durch das i-Pad voll motiviert. Trotzdem haben sie verstanden, dass es ein Werkzeug ist und lassen sich dadurch auch kaum ablenken“.

Schritt Richtung Zukunft

Für die Projektverantwortliche Sabrina Flecker und Direktorin Simbrunner ist klar, dass diese Entwicklung auch in die Oberstufe hinaufwachsen wird. „Es haben dort jetzt schon fast alle Schüler einen Laptop und da wird die Relevanz Richtung Matura hin natürlich auch immer größer“, ist das Stiftsgymnasium Wilhering für die Zukunft gut gerüstet. „Wir werden jedenfalls weiter gut hinsehen, was es braucht, um diesen Prozess bestmöglich zu entwickeln.“


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