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LEONDING. Seit über drei Jahrzehnten ist Irene Hochrieser eine feste Größe im Fallschirmsport. Ihr Weg begann mit einem Sprung unter einer Rundkappe, der sich rasch zu einer lebenslangen Leidenschaft entwickelte. Der Umstieg auf einen Flächenschirm markierte einen Wendepunkt, der sie in eine Welt voller Herausforderungen und faszinierender Erlebnisse führte.

Im freien Fall über den Hochhäusern (Foto: privat)
  1 / 7   Im freien Fall über den Hochhäusern (Foto: privat)

„Ich habe einen Bericht im Fernsehen gesehen und wollte es einfach ausprobieren“, erinnert sich Irene Hochrieser an ihre Anfänge. Trotz anfänglicher Ängste, etwas Neues zu wagen, fand sie schnell Gefallen am einzigartigen Erlebnis des freien Falls. Bald darauf führte ihr Enthusiasmus sie zu Wettbewerben, bei denen sie nicht nur persönliche Erfolge feierte, sondern auch Teil eines beeindruckenden Damenteams wurde.

Jahrelange Übung

Mit 35 Jahren Fallschirmerfahrung und 3.900 Sprüngen ist Irene Hochrieser eine erfahrene Sportlerin, die bereits acht Mal den Staatsmeistertitel erringen konnte. Im vergangenen Jahr erreichte sie mit ihrem Team den zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft in Tschechien. Eine beachtliche Leistung, bedenkt man, dass die meisten Teilnehmer Profis mit bis zu 600 Sprüngen im Jahr sind. „Noch dazu lagen wir bis zum fünften Durchgang sogar in Führung“, so die gebürtige Leondingerin stolz.

Konzentration entscheidend

Irene Hochrieser betont, dass Fallschirmspringen weit mehr ist als nur ein Nervenkitzel für Zuschauer. Das präzise Ansteuern des Fallschirmziels erfordert dreidimensionales Geschick, bei dem Wind und Thermik berücksichtigt werden müssen. Konzentration und Ausdauer sind über die acht Durchgänge eines Wettbewerbs hinweg entscheidend. Abseits des Himmels teilt Irene ihre Zeit zwischen Familie, Freunden und weiteren Hobbys. In einer Großfamilie aufgewachsen, hat sie ihr Leben dem Sport gewidmet, während die Bindung zu Geschwistern, Nichten und Neffen sowie der nachfolgenden Generation stets von großer Bedeutung für sie war.

Auch die Familie begeistert

Ihre Mutter, beeindruckende 96 Jahre alt, beweist, dass die Leidenschaft für den Adrenalinkick in der Familie liegt. Mit einem Tandemsprung mit 75 und zwei Paragleitabenteuern, darunter eines mit stolzen 92 Jahren, zeigt sie, dass die Liebe zum Extremsport keine Altersgrenzen kennt.

Wichtige Unterstützung

Selbst das Stadtamt Leonding, Hochriesers langjähriger Arbeitgeber, unterstützt ihre Fallschirmleidenschaft und kommt ihr entgegen. Diese Unterstützung schätzt sie sehr und betont ihre tiefe Verbundenheit zu Leonding, ihrer Heimatstadt.

Saisonabschluss in Dubai

In einem weiteren Höhepunkt ihrer beeindruckenden Karriere nahm Irene Hochrieser im heurigen Jahr an der siebenteiligen Fallschirm-Zielsprungserie teil, die sie nach Kroatien, Slowenien, Italien, Tschechien, Österreich, in die Schweiz und schließlich die Vereinigten Arabischen Emirate führte. „Das Weltcupfinale in Dubai, umgeben von imposanten Wolkenkratzern, stellte eine einzigartige Kulisse dar“, so Hochrieser.

Schwierige Verhältnisse

Trotz eines verzögerten Starts und starker Winde meisterte die Leondingerin die Herausforderungen und belegte mit ihrem Team den beeindruckenden dritten Platz. In der Gesamtwertung erreichte sie den 14. Platz, während sie sich in der Weltcupgesamtwertung als drittbeste österreichische Teilnehmerin den respektablen 17. Platz sicherte. Irene Hochrieser, die Königin der Lüfte aus Leonding, beweist mit jedem Sprung, dass ihre Begeisterung für den Fallschirmsport ungebrochen ist und sie sich auch international behaupten kann. Trotz ihrer großen Routine hat sie aber auch schon „bange Momente“ in der Luft hinter sich gebracht: „Dreimal habe ich bereits meine Reserve öffnen müssen. Das ist aber ein einstudiertes Prozedere, wo man schnell entscheidet und handelt. Und froh ist, dass es funktioniert.“


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