Digitale Herausforderungen und Jugendarbeit im „ländlichen Raum“
ST.MARIEN/LINZ-LAND. Inmitten des Bezirks geht „Zukunft.Jugend“ erfolgreich den Weg einer zeitgemäßen Jugendarbeit. Sascha Reischl, Geschäftsführer der Organisation aus St. Marien, berichtet über die aktuellen Herausforderungen und Projekte, die besonders im Bezirk Linz-Land ihre Besonderheiten finden. Mit einem Fokus auf präventive Aufklärung im digitalen Raum setzt die Jugendorganisation neue Maßstäbe in der Jugendhilfe und trägt aktiv zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen bei.

„Da wir direkt im freien Feld mit der Zielgruppe arbeiten, bekommen wir Veränderungen, Herausforderungen und Gefahren immer als Erstes mit. Der ländliche Sektor reagiert oft verzögert auf aktuelle Thematiken, aber sie kommen auch hier an, wenn auch nicht immer in der gleichen Intensität wie im städtischen Sektor“, erklärt Reischl.
Der Bezirk Linz-Land, der aufgrund einiger städtischer Charakteristiken in den Gemeinden schwer als rein ländlich einzustufen ist, stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Zukunft.Jugend hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Player in Oberösterreich entwickelt und betreibt mittlerweile über zehn Jugendeinrichtungen, Beratungsstellen, Mobile Jugendarbeiter-Teams und Jugendbüros. Das Präventivangebot ist auf fünf Säulen aufgebaut und erzielt dabei eine breite Wirkung in der Jugend.
Keine Themen sind tabu
Aktuell stehen digitale und reale Räume sowie die Themen Sexualität und Sucht im Fokus der Arbeit von Zukunft.Jugend. Sascha Reischl warnt vor den Gefahren des digitalen Raums: „Der digitale Raum birgt leider nicht nur Vorteile, daher betreiben wir massive Aufklärungsarbeit, um präventiv anzusetzen.“ Mit Blick auf die kommenden Monate und den Frühling rechnet Reischl mit einem massiven Anstieg dieser Herausforderungen.
Die Jugendorganisation setzt auf niederschwellige Kommunikation und entwickelt sich ständig weiter, um den aktuellen Bedürfnissen der Jugend gerecht zu werden. Mit einem innovativen Fünf-Phasen-System – Jugendzentrumsbetrieb, Mobile Jugendarbeit, Jugendbüro, Einzelberatung und Projektarbeit – ist Zukunft.Jugend am Puls der Zeit.
In Linz-Land aktiv
In der Frühlingszeit verstärkt die Organisation die mobile Jugendarbeit, um verschiedene Gruppen an den Jugendhotspots zu unterstützen. Sie spielt eine entscheidende Rolle in der sozialen Unterstützung von Jugendlichen im öffentlichen Raum, vor allem für sozial besonders vulnerable Zielgruppen. Der Fokus auf aktuelle Themenschwerpunkte zeigt sich auch in Projekten wie dem Ortsraumentwicklungskonzept für die Jugend in Niederneukirchen oder dem Mentaltrainingstool für Jugendliche in Kronstorf. Die gesellschaftliche „Krisenzeit“ macht sich in der Jugend bemerkbar, und Zukunft.Jugend setzt gezielt Projekte zur Bewältigung aktueller Herausforderungen um.
Schwerpunkt Digitalisierung
In einer Zeit, in der junge Menschen vermehrt von der Digitalisierung geprägt sind, setzt Zukunft.Jugend den Schwerpunkt „Digitalisierung Safe“. Ziel ist es, junge Menschen auf die Gefahren der Digitalisierung aufmerksam zu machen und präventiv zu agieren. Workshops und Projekte werden angeboten, um Themen wie „Gefahr des digitalen Kontrollverlusts“ und „Selfies, Sexting und Selbstdarstellung“ zu behandeln.
Präventiv und niederschwellig
Sascha Reischl betont: „Die Digitalisierung überholt uns, und es ist unsere Verantwortung, die Jugendlichen auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen. Wir setzen auf präventive Aufklärung und niederschwellige Kommunikation, um einen Beitrag zur sozialen Sicherheit und zum gesellschaftlichen Miteinander zu leisten.“ In einer Welt, in der die Realität oft durch Schönheitsfilter verzerrt wird, ist die Arbeit von Zukunft.Jugend von entscheidender Bedeutung für das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der jungen Menschen in der Region.
In den kommenden Wochen stehen wieder Umstrukturierungen im öffentlichen Raum an, die Jugendhotspots werden eingewintert und die digitale Jugendarbeit verstärkt. „Da wir eine verstärkte Jugendpräsenz im digitalen Raum erwarten, haben wir unsere Ressourcen in der mobilen digitalen Jugendarbeit aufgestockt und wir stehen wie gewohnt gerne als Vermittler oder bei Herausforderungen im öffentlichen und digitalen Raum zur Verfügung.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden