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Dramatische Evakuierungsübung im LPBZ Schloss Gschwendt: Rauchalarm löst Großeinsatz aus

David Ramaseder, 31.01.2024 11:49

NEUHOFEN. Im Landespflege- und Betreuungszentrum (LPBZ) Schloss Gschwendt wurde eine eindrucksvolle Evakuierungsübung durchgeführt, die nicht nur die Bewohner, sondern auch die Einsatzkräfte vor Ort vor eine große Herausforderung stellte. Ein anschlagender Rauchmelder im Wohnbereich 3 - so die Übungsannahme - löste am Abend einen Alarm aus, der die Freiwillige Feuerwehr Neuhofen bereits bei der Zufahrt mit einer starken Rauchentwicklung konfrontierte.

  1 / 4   Bewohnerin Silke Köstenberger hat bereits geschlafen, als sie der Atemschutztrupp Neuhofen1 aus ihrem Zimmer in Richtung Sammelplatz neben dem LPBZ Schloss Gschwendt geleitet. (Foto: OÖG)

Sofort wurde Alarmstufe 2 ausgerufen, und die Entscheidung zur kompletten Räumung des Wohnbereichs 3 fiel. Diese Maßnahme war Teil einer vorab geplanten Evakuierungsübung, die sich aufgrund der speziellen Situation des Pflegezentrums LPBZ Schloss Gschwendt besonders komplex gestaltete. Die Bewohner des Zentrums leiden allesamt an psychischen Grunderkrankungen, einige sind bettlägerig oder nur eingeschränkt mobil.

„Wir haben sehr unterschiedliche Bewohner. Jeder reagiert grundsätzlich anders auf äußere Reize. Das alles musste schon bei der Vorbereitung der Übung bedacht werden. Die Übung soll unter den Bewohnern schließlich keine unnötigen Ängste oder Panik hochkommen lassen. Was unsere Mitarbeiter für den Tag X bei den Bewohnern erreichen wollen, ist ein möglichst hohes Maß an Konzentration auf die wesentlichen Punkte der Übung, die in einem Ernstfall genauso schlagend werden wie bei einem Testlauf“, betont LPBZ Gschwendt-Direktorin Christina Schwarzberger die Bedeutung einer sensiblen Vorbereitung. „Dazu gehört – und das ist am schwierigsten – einigermaßen die Ruhe zu bewahren und den Anweisungen der Mitarbeiter und Einsatzkräfte nachzukommen. Die Nachbereitung der Übung beschränkt sich daher bei uns nicht nur auf Hausleitung und unsere Sicherheitsbeauftragten, sondern umfasst genauso unsere Betreuer und unsere Bewohner.“

Bergung mit Drehleiter

Die Evakuierung wurde durch Nebelpatronen erschwert, um die Bedingungen so realitätsnah wie möglich zu gestalten. Die Herausforderung bestand darin, die Bewohner ruhig zu halten und ihre Kooperation sicherzustellen. Haustechniker und Sicherheitsbeauftragter des LPBZ Schloss Gschwendt, Nick Mierwald, arbeitete eng mit den Einsatzorganisationen – der FF Neuhofen, der FF St. Marien und der FF Weißenberg sowie dem Roten Kreuz Neuhofen – zusammen, um die gesamte Übung zu planen. Die Drehleiter-Bergung wurde als Höhepunkt der Übung inszeniert und stellte für viele Bewohner das größte Abenteuer dar.

Wichtige Erkenntnisse

Dominik Schenter, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neuhofen, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Die professionelle Zusammenarbeit mit den beteiligten Feuerwehren und Rettungsorganisationen hat dazu beigetragen, die Übung in der geplanten Zeit abzuwickeln. Klar ist, dass jeder hofft, dass ein solches Szenario nie Realität wird.“ Die Evakuierungsübung zeigte nicht nur die effektive Zusammenarbeit zwischen Pflegezentrum, Einsatzkräften und Rettungsorganisationen, sondern lieferte auch wichtige Erkenntnisse für zukünftige Notfallübungen. Das LPBZ Schloss Gschwendt betont die kontinuierliche Anpassung der Übungspläne an mögliche Veränderungen im Gebäudeinneren, um im Ernstfall optimal reagieren zu können.


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