Konzertwertung: Die Musikvereine aus dem Bezirk brillierten bei Spiel vor strenger Jury
ST. MARIEN/LINZ-LAND. Am vergangenen Wochenende stellten sich 17 Musikkapellen aus dem Linz-Land und zahlreiche Gastkapellen aus anderen Bezirken der traditionellen Konzertwertung in St. Marien. Dabei mussten drei ausgewählte Stücke vorgetragen werden, die sofort im Anschluss von der dreiköpfigen Jury bewertet wurden.

Neben dem Vorsitzenden Andreas Simbeni verfolgten Arnold Renhardt und Florian Moitzi die hervorragenden musikalischen Darbietungen der Musikvereine, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten akribisch auf die Konzertwertung vorbereitet hatten, um in den jeweiligen zehn Bewertungskategorien möglichst viele Punkte zu erreichen. Das System der offenen Bewertung – die Jury vergibt direkt nach den Auftritten der Musiker mithilfe von sichtbaren Kärtchen die Punkte – macht das Prozedere sowohl für die Musiker als auch das Publikum die Bewertung transparent und spannend.
Somit ist nur wenige Minuten nach dem letzten Stück klar, welches Ergebnis die Musikkapellen erreichen konnten. 100 Punkte sind theoretisch maximal erreichbar, ab 90 Punkten gibt es eine Goldmedaille. Das hervorragende musikalische Niveau konnte auch heuer wieder einmal unter Beweis gestellt werden. Von den insgesamt 24 angetretenen Musikvereinen konnten gleich 16 mit einer Goldmedaille die Heimreise antreten.
Gold bei Heimspiel
Richtet das Bezirksmusikfest mit Marschwertung im Juli die Ortskapelle St. Marien aus – die heuer ihr 150-jähriges Bestehen feiert – wurde die Konzertwertung in Kooperation mit dem MV Jung St. Marien organisiert. Sie konnten sich am Sonntag selbst das schönste Geschenk machen und lieferten mit 93,90 Punkten in der Stufe D sozusagen einen krönenden Abschluss der tollen Veranstaltung. „Es freut mich, dass sich fast 1.000 Musiker zur Konzertwertung eingefunden haben und St. Marien für ein Wochenende zu einem Zentrum der Blasmusik gemacht haben. Kultur, Tradition und Ehrenamt waren an diesem Wochenende in beeindruckender Form erlebbar“, so der „Hausherr“ Bürgermeister Walter Lazelsberger.
Hoher Stellenwert
Die Bedeutung für die Gemeinden war auch am guten Besuch zu erkennen. Kaum ein Ortschef ließ es sich nehmen, zu den Auftritten seiner Musikvereine persönlich vorbeizukommen. So sprach auch Allhamings Bürgermeister Karl Kastner von einer „vor Stolz geschwellten Brust“, da sich die Musiker des MV Allhaming mit 90,40 Punkten in der Stufe C Gold erspielten.
Schwerpunkt Bruckner
Um das Gedenken an Anton Bruckner zu ehren, wurde im Brucknerjahr auch musikalisch ein Schwerpunkt gelegt und es musste ein Stück des Ansfeldner Komponisten dargeboten werden. Dies geschah unter Mithilfe des Brucknerbundes Ansfelden, dessen Obmann Peter Aigner als „Samareiner“ ebenfalls unter den zahlreichen Zuhörern war. Die Musikvereine aus dem Bezirk konnten jedenfalls wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen, welche hohe Qualität in den Klangkörpern steckt. Alle Ergebnisse sind unter linz-land.ooe-bv.at abrufbar.


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