Realitätsnahe Erste-Hilfe-Ausbildung für Feuerwehrkräfte in Linz-Land
LINZ-LAND/PUCKING. Mitglieder von acht Feuerwehren aus dem Bezirk haben ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse bei einer intensiven Feuerwehrmedizinischen Dienst (FMD)-Weiterbildung vertieft. Insgesamt 15 Feuerwehrkräfte nahmen an der achtstündigen Schulung teil, die vom Bezirks-Feuerwehrkommando Linz-Land organisiert und von drei erfahrenen Ausbildern geleitet wurde.

Die Fortbildung fand bei der Feuerwehr Pucking-Hasenufer statt und kombinierte medizinisches Fachwissen mit praxisnahen Übungen, um die Teilnehmer optimal auf reale Einsätze vorzubereiten. Besonderer Fokus lag auf dem international anerkannten XABCDE-Schema, das in der Notfallmedizin für die Priorisierung von lebensrettenden Maßnahmen verwendet wird.
Nach dem Prinzip „Treat first what kills first“ werden zeitkritische Probleme wie starke Blutungen, Atemwegsblockaden oder Kreislaufversagen zuerst behandelt. Die Feuerwehr-Ersthelfer trainierten dabei unter anderem die Blutstillung mit Tourniquets, das Management von Atemwegen und die Untersuchung des Brustkorbs sowie das Erkennen und Behandeln von neurologischen Verletzungen oder inneren Blutungen.
In realitätsnahen Szenarien wie einem simulierten Motorsägenunfall oder einem Verkehrsunfall im Dunkeln konnten die Teilnehmer das Gelernte sofort anwenden. Techniken wie die Spineboard-Rettung wurden unter einsatztypischen Bedingungen geübt, um die Feuerwehrkräfte auf die Herausforderungen des Ernstfalls vorzubereiten.
„Ein bewusstloser Patient, der noch im Auto eingeklemmt ist, kann nicht in die stabile Seitenlage gebracht werden. Trotzdem müssen lebensrettende Maßnahmen wie das Freihalten der Atemwege sofort erfolgen“, erklärte einer der Ausbilder, warum die Feuerwehr-Ersthelfer auf andere Situationen als klassische Erste-Hilfe-Kurse vorbereitet werden müssen.
Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Weiterbildung und lobten besonders den hohen Praxisbezug. „Diese Schulung sollte jeder Feuerwehr-Ersthelfer machen. Sie bereitet einen wirklich auf reale Situationen vor“, äußerte sich ein Teilnehmer anerkennend. Die intensive Zusammenarbeit mit den Ausbildern half den Feuerwehrkräften, ihre Fähigkeiten in einem stressfreien Umfeld zu verbessern und mehr Sicherheit im Umgang mit zeitkritischen Einsätzen zu gewinnen.
Die FMD-Weiterbildung ist ein wichtiger Baustein, um Feuerwehrkräfte auf komplexe Notfallsituationen vorzubereiten. Durch die Kombination aus strukturierten Lehrmethoden und einsatznahen Übungen leisten die geschulten Ersthelfer einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit im Bezirk. Mit ihrem Wissen und Training sind sie bestens gerüstet, in Notfällen schnell und effektiv zu handeln.


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