Erinnerungsarbeit sichtbar machen: Mauthausenkomitee Enns-Ennsdorf lädt zu Gedenkveranstaltungen
ENNS/ENNSDORF – Mit neuem Namen und unverändert großem Engagement startet das Mauthausenkomitee Enns-Ennsdorf in das Frühjahr 2026.

Bei der Generalversammlung Anfang März wurde die Vereinsbezeichnung angepasst, um den Ennsdorfer Beitrag zur Gedenkarbeit sichtbarer zu machen.
„Gedenkarbeit ist in Ennsdorf als Todesmarschgemeinde schon jahrelang ein wichtiges Thema und einige unserer aktiven Mitglieder kommen aus Ennsdorf – das soll sich auch im Namen widerspiegeln“, so die Vereinsobfrau Gabriele Käferböck.
Das Mauthausenkomitee leistet einen wichtigen Beitrag zur regionalen Erinnerungsarbeit in Bezug auf Zeitgeschichte und organisierte in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 33 Veranstaltungen. Der Vorstand bleibt in seiner bisherigen Zusammensetzung bestehen, unterstützt von rund 20 weiteren aktiven Mitgliedern. Bei der Generalversammlung wurde auch die Möglichkeit eines unterstützenden Mitgliedsbeitrags beschlossen.
Ein zentraler Schwerpunkt im Frühjahr ist das jährliche Gedenken an die Opfer der Todesmärsche. Die Gedenkfeier findet am 15. April um 18 Uhr beim Stiegenaufgang zur Basilika St. Laurenz in Enns statt. Ein besonderer Gast ist der US-Amerikaner und Autor Jack Hersch, der während seines Aufenthalts in Enns auch an Schulen und Bildungseinrichtungen von der Geschichte seines Vaters berichten wird. Sein Vater wurde im April 1945 von Barbara und Ignaz Friedmann in Kristein gerettet.
Weitere Termine im Frühjahr sind zwei Erzählcafés im Pfarrsaal Enns-St. Laurenz: Am 20. Mai spricht Frau Maleninsky (Jahrgang 1940), am 10. Juni erzählt Leopoldine Stadler (Jahrgang 1937) von ihren Jugenderinnerungen
Ein Höhepunkt der internationalen Gedenkkultur ist die Befreiungsfeier im ehemaligen Konzentrationslager KZ Mauthausen, die heuer unter dem Thema: „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“ am 10. Mai stattfindet. Das Mauthausenkomitee Enns-Ennsdorf wird mit einer Delegation teilnehmen.
Mit seinem vielfältigen Programm setzt das Komitee immer wieder klare Zeichen für aktives Erinnern, zum Gelingen von Demokratie und zum Erhalt von Frieden.


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