Großes Interesse an Energiegemeinschaften im Kremstal
NEUHOFEN. Mehr als 70 Interessierte aus Neuhofen, Kematen und Piberbach informierten sich bei einem Info-Abend im Gemeindeamt Neuhofen über Möglichkeiten, Strom gemeinsam zu nutzen und Energiekosten somit zu reduzieren. Eingeladen hatte die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Traun-Kremstal.

KEM-Manager Michael Girkinger präsentierte aktuelle Zahlen zur Entwicklung von Energiegemeinschaften in Österreich. Seit ihrer Einführung im Jahr 2021 ist deren Zahl stark gestiegen. Gleichzeitig wächst auch die regionale Stromproduktion: In den sechs Mitgliedsgemeinden wurden 2025 rund 21.000 Megawattstunden Photovoltaik-Strom erzeugt – fast doppelt so viel wie zwei Jahre zuvor.
Petra Baumgartner, Bürgermeisterin von Neuhofen, betonte die Bedeutung regionaler Lösungen: „Wir müssen die Scheu verlieren, Neues auszuprobieren.“ Auch Kematens Bürgermeister Markus Stadlbauer verwies auf die Rolle der Gemeinden als Vorbilder.
Energiepionier Harald Geißler erklärte die Vorteile: Energiegemeinschaften ermöglichen günstigere Tarife und reduzieren Netzkosten deutlich. Eine eigene Photovoltaikanlage sei dabei keine Voraussetzung für die Teilnahme.
Im Anschluss stellten sich mehrere Energiegemeinschaften und Anbieter vor. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit für persönliche Gespräche und konkrete Planungsschritte.
Zum Abschluss wurde ein Balkonkraftwerk verlost – als Einstieg in die eigene Stromproduktion.


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