„Zukunft Jugend“ aus St. Marien setzt auf Lösungen statt Krisenrhetorik
ST. MARIEN. Krisen, Druck, Unsicherheit: Viele Jugendliche fühlen sich belastet. Die Initiative „Zukunft Jugend“ will dem etwas entgegensetzen – mit konkreter Arbeit im Alltag statt reiner Problemdiskussion.

„Wir können die großen Rahmenbedingungen nicht sofort ändern. Aber wir können ändern, wie wir damit umgehen“, so Geschäftsführer und psychologischer Berater Sascha Reischl. Ziel sei es, Jugendliche wieder in ihre eigene Handlungsfähigkeit zu bringen.
Gearbeitet wird direkt im Alltag der Jugendlichen – in Jugendzentren, im Streetwork, in Beratungen und auch online. Dabei setzt man bewusst auf konkrete Formate: In sogenannten Mindset-Sessions werden Denkmuster hinterfragt, in „Energy-Boost“-Einheiten gehe es darum, wieder in Bewegung zu kommen.
Ein zentraler Bestandteil ist zudem die individuelle Begleitung. Im 1:1-Coaching werden Themen wie Schulstress, familiäre Probleme oder Zukunftsängste aufgegriffen. „Aber immer mit einem klaren Ziel: Lösungen finden und ins Tun kommen.“
Ergänzt wird das Angebot durch Workshops zu Zielen und Orientierung sowie durch sogenannte „Reality-Talks“ im Streetwork – direkte Gespräche ohne Beschönigung, aber mit klarer Perspektive. Auch Challenge-Days und digitale Begleitung gehören zum Konzept.
„Wir brauchen keine Generation, die im Problem hängen bleibt. Wir brauchen junge Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und ihr Leben gestalten“, Reischl. Die Initiative setzt dabei bewusst auf einen aktiven Zugang: weniger Klage, mehr Umsetzung.


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