Enns startet Solarfarm mit Bürgergeld
ENNS. Mehr als 300.000 Euro haben Ennser Bürger in die neue Solarfarm Schäferhof investiert. Die Anlage liefert künftig regional erzeugten Ökostrom für Haushalte, Betriebe und öffentliche Einrichtungen.

Ende Juni 2026 wurde die Solarfarm Schäferhof nahe dem Altstoffsammelzentrum Enns an das Stromnetz angeschlossen. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 303 Kilowatt-Peak (kWp) und versorgt künftig über die Energiegemeinschaft Enns zahlreiche regionale Abnehmer mit erneuerbarer Energie.
Finanziert wurde das Projekt zu einem großen Teil durch eine Bürgerbeteiligung. Mehr als 300.000 Euro investierten Ennser in die Anlage. Umweltstadtrat Michael Reichhardt sieht darin einen wichtigen Schritt für die Umsetzung der Ennser Klimastrategie: „Dies ist ein nächster, wichtiger Schritt in der Energiewende und ein zentraler Baustein bei der Umsetzung der Ennser Klimastrategie.“
Photovoltaik und Landwirtschaft kombiniert
Die Solarfarm verbindet Energiegewinnung mit landwirtschaftlicher Nutzung. Unter den Photovoltaik-Modulen sollen mehrere tausend Obstbäume wachsen. Die Anlage schützt die Jungbäume vor extremen Wetterereignissen, verringert die Verdunstung und soll die Wachstumsbedingungen verbessern.
Vom erzeugten Strom profitieren unter anderem das Gesundheitszentrum Enns, regionale Betriebe und mehrere hundert Haushalte. Die Energiegemeinschaft Enns ermöglicht dabei die Nutzung des vor Ort produzierten Ökostroms.
Weitere Projekte geplant
Umgesetzt wurde die Solarfarm vom Ennser Unternehmen „Unser Sonnenstrom“. Mehrheitseigentümer Hans Schillinger betont: „Unser Ziel ist es, Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen – auch dann, wenn sie keine eigene Photovoltaikanlage errichten können.“
Laut Gerd Liebig, Obmann der Energiegemeinschaft Enns, soll die Solarfarm nicht das letzte Bürgerbeteiligungsprojekt bleiben. Ein weiteres, noch größeres Photovoltaik-Projekt mit Speicher soll in den kommenden Wochen gemeinsam mit der Stadt Enns vorgestellt werden.


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