Regionaltreffen in Enns: Gemeinden beraten über sichere Radwege
ENNS. Welche Möglichkeiten haben Gemeinden, den Verkehr zu beruhigen und das Radfahren sicherer zu machen? Diese Fragen standen beim Regionaltreffen der FahrRad Beratung OÖ in Enns im Mittelpunkt. Neben rechtlichen und planerischen Grundlagen ging es um konkrete Umsetzungsschritte und Erfahrungen aus den Gemeinden. Die Gastgeberstadt stellte ihre Radprojekte vor und zeigte bei einer gemeinsamen Radausfahrt Beispiele vor Ort.

Das Treffen stand unter dem Motto „Tempo 30 und weitere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen für sicheren Radverkehr“. Fachliche Beiträge lieferten Markus Frewein, Geschäftsführer des Verkehrsplanungsbüros verkehrplus ZT GmbH aus Graz, und sein Kollege Jürgen Sorger. Anhand von Beispielen aus Oberösterreich erläuterten sie, welche Handlungsspielräume Gemeinden haben und worauf bei der Planung und Umsetzung zu achten ist.
Erfahrungen aus der ersten Fahrradzone Oberösterreichs
Ein Beispiel war die Stadtgemeinde Kirchdorf an der Krems, die verkehrplus bei der Umsetzung der ersten Fahrradzone Oberösterreichs fachlich begleitet hatte. Die Verkehrsplaner gaben Einblicke in den Ablauf bis zur Verordnung der Fahrradzone.
Auch der Kirchdorfer Radbeauftragte Thomas Scharl nahm am Treffen teil. Er schilderte die gemeindepolitischen Prozesse, die mit der Umsetzung verbunden waren. Damit wurden sowohl die planerische Arbeit als auch die notwendigen Schritte auf Gemeindeebene beleuchtet.
Enns hat mehr als zwei Drittel der Maßnahmen umgesetzt
Die Stadtgemeinde Enns präsentierte Radprojekte der vergangenen Jahre. Dabei erläuterte sie, wie Politik und Verwaltung bei der Umsetzung jener Maßnahmen zusammenarbeiten, die im Rahmen der FahrRad-Beratung erarbeitet worden waren.
„Der Radverkehr ist uns als Stadt Enns ein großes Anliegen. Dass wir bereits mehr als zwei Drittel der geplanten Maßnahmen umsetzen konnten, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit dem weiteren Ausbau durchgängiger Radwege und gezielter Bewusstseinsbildung schaffen wir attraktive Bedingungen für alle, die in Enns mit dem Fahrrad unterwegs sind“, sagte Bürgermeister Christian Deleja-Hotko (SPÖ).
Radausfahrt vom Hauptplatz bis in die Kronau
Bei einer gemeinsamen Radausfahrt besichtigten die Teilnehmer die Radinfrastruktur in Enns. Die Strecke führte von der Begegnungszone am Hauptplatz bis zum Radweg in der Kronau. Ein gemeinsames Abendessen bot anschließend Gelegenheit, den Erfahrungsaustausch fortzusetzen.
Robert Stögner vom Klimabündnis OÖ verwies auf die Bedeutung der Gemeinden für die Alltagsmobilität: „Gemeinden sind wichtige Motoren für eine zukunftsfähige Alltagsmobilität. Gerade in Zeiten knapper Budgets braucht es Kreativität, Zusammenarbeit und Mut, um Radprojekte umzusetzen. Mit dem Regionaltreffen schaffen wir die Möglichkeit für Austausch und Inspiration.“








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