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LINZ-LAND. Mehr als 1.800 Kinder werden seit Schulbeginn wieder in den 31 Pfarrcaritas- bzw. Caritas-Einrichtungen im Bezirk Linz-Land betreut. Insgesamt gibt es 93 Gruppen. Corona stellt alle Beteiligten vor Herausforderungen.

Die Kinder fühlen sich trotz der fordernden Zeit sichtlich wohl. (Foto: Caritas)
  1 / 2   Die Kinder fühlen sich trotz der fordernden Zeit sichtlich wohl. (Foto: Caritas)

„Der pädagogische Alltag hat sich nicht gravierend verändert, allerdings gewisse Rituale“, erklärt Tina Hofbauer von der Caritas-Fachstelle für kirchliche Kindertageseinrichtungen. Sie ist zuständig für die kirchlichen Kindergärten, Krabbelstuben und Horte im Bezirk Linz-Land. Ein Drittel aller Kinderbetreuungseinrichtungen in Oberösterreich hat somit einen kirchlichen Träger. Die Mitarbeiter der Caritas-Fachstelle beraten und begleiten die Pädagogen und Fachkräfte.

„Im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seinen Bedürfnissen. Darauf reagieren die pädagogischen Fachkräfte. Die Kinder entdecken die Welt und lernen im Spiel, sich in ihr zurechtzufinden“, erklärt Caritas-Mitarbeiterin Tina Hofbauer, die in Linz-Land im Einsatz ist. Im Alltag geht es um die Freundschaften zwischen den Kindern und um die Erfahrung, Kompromisse eingehen zu müssen. Durch die Begleitung von Pädagogen lernen die Kinder, Konflikte lösungsorientiert anzugehen.

Orientierungshilfe benötigt

„Durch die Corona-Pandemie haben sich die kindlichen Bedürfnisse manchmal verändert. Ob und wie sehr Kinder die momentane Situation als belastend empfinden, hängt stark davon ab, wie Erwachsene in ihrem Umfeld reagieren. Sie sind Vorbild und Orientierungshilfe für Kinder“, sagt Tina Hofbauer. Das pädagogische Fachpersonal ist jetzt besonders gefordert, mit viel Feingefühl auf die Sorgen der Kinder zu reagieren, über Gefühle zu sprechen, der Angst einen Namen zu geben und zu versuchen, die Situation gemeinsam zu verstehen. „Im Sinne einer gelungenen Bildungspartnerschaft spielen in unseren Einrichtungen natürlich die Eltern eine große Rolle. Auch sie sollen ihre Gedanken und Sorgen mit den Mitarbeitern besprechen können.“

Spürbare Veränderungen

Corona hat die Rituale im Kindergarten gewandelt. War es vorher oft üblich, sich die Hand zur Begrüßung zu reichen, werden jetzt Alternativen vorgelebt. Winken, sich zunicken oder eine Berührung mit dem Ellbogen. Die vorgegebenen Corona-Richtlinien erfordern neben Handhygiene auch einen Abstand, unter anderem, wenn die Kinder gemeinsam essen. Steht die Corona-Ampel auf gelb, muss im Eingangsbereich von den Erwachsenen ein Mund-Nasenschutz getragen werden.

„Für die Mitarbeiter ist es eine sehr intensive und anstrengende Zeit. Ich bedanke mich, dass sie sich so engagieren und für die Kinder und Eltern als verlässliche Stütze da sind“, sagt Caritas-Geschäftsführerin Edith Bürgler-Scheubmayr.

Großer Arbeitgeber

Oberösterreichweit arbeiten 2.856 Pädagogen und Helfer in Caritas- oder Pfarrcaritas-Einrichtungen. Darunter sind 327 Mitarbeiter, die im September neu begonnen haben. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 29 Gruppen mehr in Oberösterreich. Insgesamt 1.001 Gruppen verteilen sich auf 337 Standorte.


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