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Hausärztemangel: Stadt Ansfelden setzt auf Eigeninitiative

David Ramaseder, 22.03.2024 13:40

ANSFELDEN. Die Auswirkungen des Ärztemangels machen auch vor der Stadt Ansfelden nicht halt. Nachdem zu Jahresende ein langjähriger Allgemeinmediziner in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, und heuer noch eine weitere Pensionierung ansteht, sehen sich die Stadt Ansfelden und die bestehenden Allgemeinmediziner gezwungen, selbst aktiv zu werden. 

Die Ansfeldner Hausärzte und Bürgermeister Christian Partoll (r.) machen mit der Plakataktion auf die prekäre Situation aufmerksam. (Foto: Stadtgemeinde Ansfelden)
Die Ansfeldner Hausärzte und Bürgermeister Christian Partoll (r.) machen mit der Plakataktion auf die prekäre Situation aufmerksam. (Foto: Stadtgemeinde Ansfelden)

„Mediziner sind wichtig für die Entwicklung von ganzen Stadtteilen. Eine gute Infrastruktur gerade im gesundheitliche Bereich, die bestenfalls fußläufig erreichbar ist, ist essentiell. Sie entlastet nicht nur die Spitäler, sondern ist ein wichtiger Indikator dafür, dass Ansfeldner ihren Lebensabend länger in den eigenen vier Wänden verbringen können. Allgemeinmediziner sind oft die erste Ansprechperson für gesundheitliche Fragen aller Art. Fakt ist aber auch, dass der Beruf insgesamt gesehen attraktiver gemacht werden muss. Daneben stoßt man - wie fast überall - bei Dokumentation und Verwaltung an Grenzen. Denn die Qualität darf und soll auch nicht leiden“, so Bürgermeister Christian Partoll. 

Dieser richtet aber auch einen Appell an übergeordnete Stellen, denn die versprochene finanzielle Unterstützung in Höhe von 100.000 Euro ist nur für neu geschaffene Stellen vorgesehen und nicht für bereits bestehende Praxen. „Gemeinsam mit unseren Hausärzten müssen wir als Stadt die Dinge selbst in die Hand nehmen, um die Gesundheitsversorgung für unsere Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Auch Ärztekammer und Gesundheitskasse müssen endlich handeln und uns hier unterstützen. Denn ein Primärversorgungszentrum ist für uns nicht die Ideallösung. Wir haben die gesundheitliche Versorgung für 19.000 Menschen voll im Fokus und setzen hier auf eine kooperative Zusammenarbeit. Packen wir es gemeinsam an“, so Partoll abschließend.


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