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Tri Team 1. USC Traun: „Neben unseren Erfolgen fallen wir besonders mit Zusammenhalt auf“

David Ramaseder, 21.12.2021 11:18

TRAUN. Andreas Leitner hat vor elf Jahren die USC-Sektion für Triathlon in Traun gegründet. Der Verein konnte sich seither nicht nur sportlich in Szene setzen. Der Zusammenhalt unter den Vereinsmitgliedern ist mittlerweile längst über die Landesgrenzen hinweg bekannt.

  1 / 7   Durch ihren besonderen Team-Spirit stechen die Trauner Triathleten heraus. (Foto: Tri Team 1.USC Traun)

Gleich zwei Mitglieder des Tri Team 1. USC Traun konnten sich heuer für die Weltmeisterschaft 2022 auf Hawaii qualifizieren. Dem Mekka in der Ausdauersportart, die Schwimmen, Radfahren und Laufen nacheinander und in dieser Reihenfolge miteinander verbindet. Neben zahlreichen Landes- und Staatsmeistertiteln, die die Trauner in den verschiedensten Altersgruppen und Distanzen bisher erringen konnten ein klares Indiz für den hohen sportlichen Standard, der erreicht werden konnte. Dabei kam einer der WM-Teilnehmer, Bernhard Goll, ursprünglich vom Mountainbiken.

Der Einstieg in den Triathlon-Sport fand nur schleichend statt: „Ich habe es 2007 dann einmal ausprobiert und seither geht es dahin. Das Lässige ist, dass die drei Sportarten miteinander vereint sind.“ Auch Sophie Brandl, seit Herbst 2020 Sektionsleiterin, kann sich heute fast nicht mehr vorstellen „nur“ eine Runde Laufen zu gehen. „Wenn ich danach nicht noch eine Runde mit dem Rad fahre, fehlt einfach etwas“, erklärt sie mit einem Grinsen.

Zusammenhalt macht stark

Grundsätzlich ist Triathlon eine Einzelsportart, die ohne große Investitionen schnell ausgeübt werden kann. „Das macht unsere Sportart auch so spannend. Als Skifahrer kann ich mich nicht mit den Weltcup-Profis eine Piste runterhauen wie in Kitzbühel. Aber im Triathlon kann ich sehr wohl gegen Profis antreten und habe auch als Hobby-Athlet die Chance, das Rennen zu Ende zu bringen“, erzählt Nachwuchstrainerin Claudia Leitner. Für die Trauner geht es aber um viel mehr als nur den sportlichen Ehrgeiz – auch wenn der natürlich von allen Mitgliedern gelebt wird. „Es ist schon eine unglaubliche Vereinsleistung. Andi hat über Jahre die tolle Sektion aufgebaut und viel Herzblut hineingesteckt. Das zieht dann eben die Leute an, die das so richtig mit Leidenschaft machen und sich richtig wohlfühlen. Bei uns ist man einfach keine Nummer. Im Grunde sind wir trotz der mittlerweile 64 Mitglieder ein großer Freundeskreis“, ist Sophie Brandl stolz auf ihren Verein.

Da fährt auch schon einmal eine Gruppe ins Ausland, um einen Kollegen bei einem Rennen anzufeuern. „Neben unseren Erfolgen – wir können uns auch leistungsmäßig richtig sehen lassen – fallen wir vor allem auch mit diesem Zusammenhalt und der gegenseitigen Begeisterung auf“, so die Sektionsleiterin.

Wichtige Voraussetzungen

In Traun wird besonders auf den Nachwuchsbereich ein Fokus gelegt, die Kinder trainieren zumindest einmal in der Woche Schwimmen und absolvieren zusätzlich eine Einheit Radfahren oder Laufen. „Man kann eigentlich mit jedem Alter starten. Wichtig ist, dass man sich gerne bewegt und man sollte Freude an einem ausdauernden Wettkampf haben“, erklärt Nachwuchshoffnung Patrik Reiter, der im Nachwuchs-Kader der Nationalmannschaft mittrainiert und dessen großes Ziel es ist, sich für die Nachwuchs-WM zu qualifizieren. Wenn man sich so ambitionierte Ziele steckt, steigt natürlich das Trainingspensum. Im Leistungssportzweig des BORG Linz trainiert er über 20 Stunden wöchentlich.

„Toll, solche Zugpferde zu haben“, ist Nicole Hinum begeistert. Da vor Corona auch viel gemeinsam trainiert wurde, ist es eine tolle Chance, sich an den Stärkeren zu orientieren. „Das macht viel mehr Spaß und der Vergleich motiviert natürlich auch“, steht auch hier der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund.


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