Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

TRAUN. Am ersten Samstag im April war es für die American Footballer der Steelsharks Traun endlich soweit: Die Stahlhaie steigen nach einer intensiven Vorbereitungsphase wieder in den Ligabetrieb ein. Nach ihrem freiwilligen Abstieg aus der österreichischen Königsklasse AFL bereitet sich das umgebaute Team unter der Leitung des neuen Cheftrainers Hartmut Pötzelberger darauf vor, sich in der Division 1 neu zu formieren, hauptsächlich mit oberösterreichischen Eigenbauspielern.

Gregor und Daniel Hinterberger aus Pasching. (Foto: Tips/Ramaseder)
  1 / 3   Gregor und Daniel Hinterberger aus Pasching. (Foto: Tips/Ramaseder)

Die vergangenen Monate waren für das Trauner Footballteam durchaus turbulent. Nach einer Spielabsage aufgrund mangelnder Kaderstärke und dem Abgang ihres US-amerikanischen Quarterbacks, der den Lockrufen der europäischen Liga ELF folgte, mussten sich die Steelsharks neu sortieren. Die neu gestalteten Richtlinien des österreichischen Footballverbands AFBÖ führten dazu, dass der Vorstand eine sportliche und wirtschaftliche Vernunftentscheidung traf: die Saison 2024 in der Division 1 zu bestreiten.

Ein sportlicher Abstieg? Vielleicht auf dem Papier, doch die Trauner sehen dies als Gelegenheit, sich selbst neu zu definieren und vermehrt mit heimischen Spielern anzutreten. So absolvierten – neben rund 20 AFL-erfahrenen Spielern – am Samstag auch 14 Rookies, die erst im September zu den Traunern gekommen sind, ihr erstes Spiel.

Heimischer Spielmacher

Dieses Jahr setzen die Steelsharks erstmals seit sieben Jahren wieder auf einen österreichischen Quarterback, Daniel Hinterberger. Der Paschinger, der aus dem eigenen Nachwuchs kommt, hat zuletzt zwei Jahre wegen Matura und Präsenzdienst pausiert, will jetzt aber wieder voll angreifen. „Ich habe mich beim Bundesheer fit gehalten und auch privat Bälle geworfen. Das Spielverständnis ist noch da“, ist er zuversichtlich, schnell wieder in die gewohnten Abläufe zu finden. In der Abwehr – im Football Defense genannt – soll sein Zwillingsbruder Gregor für die nötige Stabilität sorgen.

„Wir waren immer schon sehr competitive und pushen uns seit Kindestagen gegenseitig“, sind die beiden Paschinger sicher, als Team gemeinsam besser zu werden. Zusätzlich planen die Trauner, mit eigenen Teams in den Nachwuchsbewerben anzutreten.

„Ikone“ als Headcoach

Im Trainerteam gab es ebenfalls bedeutende Veränderungen. Vorjahres-Chefcoach Jure Bezica kehrte aus familiären Gründen nach Slowenien zurück, was zur Übernahme durch das oö. Football-Urgestein Hartmut Pötzelberger führte. Pötzelberger, selbst ein Gewinner der einstigen „Champions League“ im europäischen Football mit den Vienna Vikings, formierte das Coaching Team neu. So kehrte Jens Pfennig zurück, der nun seine Expertise in die Defensive der Steelsharks einbringt. Das Trainerteam wurde zudem durch ehemalige Spieler erweitert, darunter Jürgen Punzenberger, Stefan Tscholl und Gerald Haslehner.

Nicht in Favoritenrolle

Trotz des vermeintlich einfacheren Spielniveaus in der Division 1 unterschätzen die Steelsharks ihre Gegner keineswegs. Mit den Vorjahresfinalisten Vienna Knights und Amstetten Thunder sowie dem Co-Absteiger Styrian Bears stehen ihnen herausfordernde Spiele bevor. Die Trauner hoffen darauf, im Grunddurchgang Erfolgsmomente zu sammeln. „Wir werden sehen, wie sich die Saison entwickelt. Unser Ziel ist ein Platz im Tabellenmittelfeld und das Erreichen des Play-offs“, so der Cheftrainer.

Der Auftakt gegen die St. Pölten Invaders war besonders in der ersten Halbzeit vielversprechend, dann musste das junge Team etwas Lehrgeld zahlen und verlor auswärts knapp mit 14:27. „Es war das erwartete Match auf Augenhöhe, wo beide Teams ihr Bestes gegeben haben. Mit meinen 14 Rookies bin ich zufrieden, und ich glaube, dieses Team hat eine gute Zukunft vor sich“, ist Pötzelberger für die Saison zuversichtlich.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden