Leondingerin Selina Wögerer nimmt neben Medaille viele Eindrücke aus Senegal mit
LEONDING. Bronze bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar und neue Eindrücke fernab der Wettkampfhalle: Für die Leondinger Judoka Selina Wögerer war die Reise nach Senegal in vielerlei Hinsicht eine besondere Erfahrung. Nach ihrer Rückkehr will die 17-Jährige zunächst eine Pause einlegen.

Das Olympische Dorf, die Trainingsstätten und die Wettkampfhallen in Dakar sind Wögerer in Erinnerung geblieben. „Die haben sich richtig viel Mühe gegeben, das hat man gemerkt“, sagt die Sportlerin vom ASKÖ Fairdrive Leonding.
Auch die Lebensverhältnisse in Senegal beschäftigten sie. Die Reise habe ihr vor Augen geführt, wie gut es den Menschen in Österreich gehe. „Ich glaube, man merkt nicht, dass es uns in Österreich wirklich so gut geht“, sagt Wögerer. Die Eindrücke hätten sie gelehrt, das mehr zu schätzen.
Ausflüge nach dem Wettkampf
Nach ihrem Wettkampf blieb Zeit, um etwas von Senegal zu sehen. In Saly nahm Wögerer an einer Löwentour teil. Außerdem besichtigte sie Dakar und besuchte eine Insel, auf der sie mehr über die Versklavung von Afrikanern erfuhr. „So habe ich schon ein bisschen was gesehen“, erzählt sie.
Bei den Jugendspielen gewann die Leondingerin trotz eines Muskelfasereinrisses in der Schulter Bronze. Den entscheidenden Kampf gegen Arba Hansanaj aus dem Kosovo entschied sie nach 35 Sekunden mit einem Festhaltegriff für sich.
Die Größe der Veranstaltung änderte für Wögerer nichts an ihrer Herangehensweise: „Ich bin genauso reingegangen wie bei den anderen Wettkämpfen.“ Dennoch glaubt sie, viel Erfahrung für die Zukunft mitzunehmen.
Pause nach verletzungsreicher Saison
Nach einer Saison mit mehreren Verletzungen will sich Wögerer zunächst erholen. „Ich will erst einmal wirklich verletzungsfrei bleiben“, sagt die Judoka. Wie lange ihre Judo-Pause dauern wird, war zum Zeitpunkt des Gesprächs mit Tips noch offen. Eine Magnetresonanztomografie (MRT) der Schulter ist für Dienstag geplant.
Auch eine Ellbogenverletzung hatte die Sportlerin zuvor zurückgeworfen. Nach eigenen Angaben konnte sie eineinhalb Monate lang überhaupt nicht trainieren und stieg danach langsam wieder ein.
Langfristig träumt Wögerer von einer Teilnahme an Olympischen Spielen und einer Medaille bei einer Weltmeisterschaft. „Das ist aber nur im Hinterkopf, zuvor will ich auch die kleinen Ziele erreichen, also Schritt für Schritt“, geht die österreichische Judo-Hoffnung bodenständig ihren großen Träumen nach.








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