Rückschau auf 5 Jahre Bürgermeister Partoll und Ausblick: Ansfelden plant die Zukunft des Haider Zentrums
ANSFELDEN. Die neue Bundesstraße 139 soll den Weg für eine Straßenbahn durch Ansfelden freimachen. Bürgermeister Christian Partoll hofft auf einen Baustart im Jahr 2027. Von der Bahn verspricht er sich auch Impulse für die Neugestaltung des Haider Zentrums.

Bei einem Pressegespräch zog Partoll Bilanz über seine bisherigen fünf Jahre als Bürgermeister. Das starke Bevölkerungswachstum und die Folgen für Kinderbetreuung, Schulen und Verkehr seien zu Beginn seiner Amtszeit zentrale Themen gewesen. Seit 2022 bremse die Stadt den Wohnbau, um die Infrastruktur auszubauen.
Zwei neue Horte im Bau
In Audorf wurde ein Kindergarten mit drei Gruppen und einer Krabbelstubengruppe gebaut. In Ansfelden entsteht ein Schülerhort mit vier Gruppen, in Kremsdorf ein weiterer mit sechs Gruppen. Für eine zusätzliche in Planung befindliche Volksschule in Freindorf gibt es einen Grundsatzbeschluss.
Zu den abgeschlossenen Verkehrsprojekten zählt Partoll die neue Kremsbrücke in Nettingsdorf und die Ampelanlage bei der Autobahnanschlussstelle Ansfelden-Süd. Auch die Anton-Bruckner-Straße vor der Schule wurde mit einer Einbahnregelung neu gestaltet.
Straße soll Platz für die Bahn schaffen
Für die neue Bundesstraße laufen laut Partoll noch Verhandlungen mit einem Grundstückseigentümer. Danach könne das Projekt ausgeschrieben werden. Die geplante Regionalstraßenbahn soll auf der Trasse der bisherigen Straße fahren.
Die Neugestaltung des Haider Hauptplatzes ist laut Partoll eng mit der Bahn verbunden. Die Stadt spreche auch mit Wohnungsgenossenschaften und Eigentümern über Veränderungen. Für Dezember kündigte er den Spatenstich für einen Neubau des Primärversorgungszentrums an. Über den Räumen für die medizinische Versorgung sollen Wohnungen entstehen.
Gasaustritt als prägendes Erlebnis
Als besonders einschneidend schilderte Partoll den Gasaustritt in Freindorf im Jahr 2023. Er war damals mit der Feuerwehr vor Ort. „Das ist ein Gefühl, das vergisst man nicht mehr“, sagte er über den Moment, als ein Haus in Brand geriet. Er dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit.
Partoll hält auch an seinem Wunsch nach einer Stadtpolizei fest. Er begründet das unter anderem mit dem Durchzugsverkehr und dem Bedarf an Geschwindigkeitskontrollen. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür seien allerdings schwierig.
Ob er erneut als Bürgermeister kandidiert, will Partoll nach den notwendigen Beschlüssen offiziell bekannt geben. Er gehe aber davon aus, wie er beim Pressegespräch bestätigte.








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