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Mietgärten boomen in Deutschland und werden auch in Österreich immer mehr. Peter Stadlmair aus Ansfelden und Georg Toth aus Pucking wollen diesem Trend nachkommen und bieten ihrerseits beim ehemaligen Mostheurigen Hochlehner in Ansfelden 1600 Quadratmeter Ackerfläche an, bei denen 40 Parzellen gemietet werden können.

Grundstücksbesitzer Peter Stadlmair vor dem ehemaligen Mostheurigen Hochlehner.******Foto: Georg Toth
„Wir haben vor, Mietgärten mit jeweils 40 Quadratmeter großen Parzellen anzubieten“, berichtet Georg Toth, der mit Grundbesitzer Peter Stadlmair gut befreundet ist und zusammen mit ihm die Idee der Vermietung von Gärten für den rein biologischen Anbau geboren hat. Derzeit beträgt die Ackerfläche 1600 Quadratmeter. „Es können also 40 Parzellen gemietet werden beim momentanen Stand“, sagt Toth. „In weiterer Folge haben wir noch weit mehr Fläche. Das hängt aber von der Nachfrage ab.“ Die Mietkosten betragen für eine Parzelle 190 Euro pro Saison, die je nach Wetter von Mitte April oder Anfang Mai bis Ende des Jahres dauert. Bei Wunsch kann man auch größere Parzellen mieten, jedoch nicht kleinere als die angebotenen. Fokus auf Natürliches „Unsere Hauptzielgruppe sind Städter“, sagt Toth. „Hier am Land hat jeder sein Haus und auch seinen Gemüsegarten. Deswegen suchen wir nach Menschen mit einer Wohnung, die kein eigenes Gemüse anbauen können.“ Wichtig sind Toth und Stadlmair vor allem die gesunde Ernährung und die Verbundenheit zur Natur. „Uns ist wichtig, dass die Leute bewusster leben. Wir gehen selbst auch in Bio-Läden einkaufen. Das wollen wir weitergeben.“ Chemikalien und Kunstdünger wollen er und Partner Stadlmair in den Mietgärten daher auf jeden Fall vermeiden. Tipps vom ProfiSobald sich Interessenten eingefunden haben, wird ein Treffen vereinbart und das Grundstück aufgeteilt. „Wir zeichnen einen Plan auf mit den durchnummerierten Parzellen“, erklärt Toth. Nach der Unterzeichnung eines Mietvertrags, der für eine ganze Saison gilt, werden die Parzellen mit einem Schnurgerüst umzäunt, damit keine Tiere in die Gärten eindringen und Unheil stiften können. Für etwaige Probleme der Neo-Gärtner wie Unerfahrenheit oder mangelnde Ausrüstung haben Toth und Stadlmair vorgesorgt. „Wir stellen das Wasser und Werkzeug zur Verfügung, damit für die Leute keine Kosten entstehen“, sagt Toth. Ein Fachmann von der Arche Noah (Verein, der sich für die Vielfalt und Erhaltung der Kulturpflanzen einsetzt) wird sich einmal pro Woche mit den Mietern treffen und ihnen bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Man wird also rundherum betreut“, versichert Toth. Um das Umackern am Ende der Saison brauchen sich die Mieter ebenfalls nicht zu kümmern. „Wir machen alles selber, nachdem die Gärten wegkommen. Im Frühjahr wird wieder alles hergerichtet, wobei wie gesagt kein Kunstdünger verwendet wird“, so Stadlmair.

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