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Online Redaktion, 26.06.2017 15:56

ANSFELDEN. Bürgermeister Manfred Baumberger (SPÖ) legte in der Gemeinderatssitzung am 22. Juni die Planungen für ein Gesamtverkehrskonzept für den Stadtteil Haid vor, welches einstimmig beschlossen wurde. Haid wird mit der Umfahrung Haid und der Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 ein völlig neues Gesicht erhalten.

Foto: Weihbold
Foto: Weihbold

Die Stadtgemeinde Ansfelden wird hierzu ein Verkehrskonzept im eigenen Wirkungsbereich in Auftrag geben, das eine Koordination der Maßnahmen für den Individualverkehr und öffentlichen Verkehr vorsieht.

Planungen zur B139 Neu

Das Land Oberösterreich entwickelt derzeit gemeinsam mit der ASFINAG das Projekt Umfahrung Haid, das die Errichtung der „B139 Neu“ samt neuer Autobahn Auf- und Abfahrten an der A1 und an der A25 vorsieht. Die neuen Auf- und Abfahrten ersetzen das „Provisorium“ Auf- und Abfahrt Traun durch eine direkte Anknüpfung an die B139 Neu. Die Planungen sind bereits weit fortgeschritten. Bald werden diese beim Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) zur Genehmigung eingereicht. „Mit der Umfahrung Haid wird die Stadtgemeinde Ansfelden eine Reihe von Begleitmaßnahmen im Stadtgebiet setzen, wobei besonderes Augenmerk darauf gelegt werden soll, dass das Sekundarnetz nicht durch „Schleichwege“ belastet wird“, informiert der Bürgermeister.

Entlastung im Ortszentrum

„Wichtig ist, die Umfahrung für Durchfahrer attraktiv zu machen und die Wohngebiete in Zentrumsnähe vom Verkehr zu entlasten. Die neuen Verkehrswege in Haid sollen auch mit der Straßenbahn abgestimmt werden, um hier die Wege kurz und sicher zu gestalten“, so Baumberger. Da der öffentliche Verkehr und die sanfte Mobilität immer mehr an Bedeutung gewinnen, soll auch das Busangebot in Ansfelden neu strukturiert werden. Für die Radfahrer wird es neue attraktive Verbindungen geben und die Hauptachse Haid – Linz neu geplant. „Generell sollen Konflikte zwischen den einzelnen Verkehrsformen durch vorausschauende Planungen und Gespräche vermieden werden“, unterstreicht Manfred Baumberger.

Weichen für „Bim“ gestellt

Wesentlicher Bestandteil des Maßnahmenpakets Haid sei zudem auch die Verlängerung der Straßenbahn bis zum neuen Bahnhof Kremsdorf, wo eine weitere Park&Ride Anlage vorgesehen ist. Im Stadtgebiet Ansfelden sind bis jetzt vier Haltestellen geplant. Die Errichtung der „Bim“ soll zeitgleich mit den beiden Straßenprojekten erfolgen. Die Vereinbarung betreffend Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 in das Stadtgebiet von Ansfelden zum zukünftigen Bahnhof in Kremsdorf wurde im Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, vorbehaltlich des Beschlusses der oö. Landesregierung, der noch ausständig ist. Die Verlängerung der Straßenbahn von Linz bis zum Schloss Traun erfolgte bislang in zwei Bauabschnitten. Der dritte Bauabschnitt umfasst die Verlängerung der Linie 4 von der Stadtgrenze zu Traun bis zum neu zu errichtenden Bahnhof in Kremsdorf.

Finanzierung aufgeteilt

Die allgemeinen Errichtungskosten trägt zu 80 Prozent das Land OÖ und 20 Prozent die Stadtgemeinde Ansfelden. Die Stadtgemeinde Ansfelden hat zudem Zuschüsse zu den ersten beiden Bauabschnitten und zu den Sonderbauwerken wie Remisen, Park&Ride Anlagen und Brücken zu leisten. Des weiteren werden die Kosten des Winterdienstes, der Durchführung kleinerer Wartungen sowie der Reinigung der Haltestellen, der P&R-Anlagen, der Zu- und Abgangswege und der Außenanlagen von Betriebsgebäuden von der Stadtgemeinde getragen.


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