Rosenbauer sieht mit RT-Modellreihe „großen Meilenstein in Geschichte“

Hits: 568
David Ramaseder David Ramaseder, Tips Redaktion, 23.09.2020 19:17 Uhr

LEONDING. Der Revolutionary Technology (RT) ist marktreif, die ersten Vorserienfahrzeuge der innovativen Modellreihe werden an die Feuerwehren Amsterdam, Berlin und Dubai ausgeliefert. Rosenbauer hat beim RT bewusst auf einen Elektroantrieb gesetzt, und damit proaktiv auf die Herausforderungen des Marktes reagiert.

Mit dem Launch-Event am Mittwoch, 23. September, erfolgt der weltweite Verkaufsstart des hybriden Kommunallöschfahrzeuges, das bereits 2012 mit der Gründung einer eigenen Innovationsabteilung in den Köpfen entstanden ist. Aufgrund des großen Interesses, welches dem zugrunde liegenden Concept Fire Truck (CFT) von Einsatzorganisationen rund um den Globus entgegengebracht wurde, schätzt Rosenbauer den weltweiten Bedarf an Kommunallöschfahrzeugen mit vergleichbarer Technologie auf mehr als 3.200 Stück bis 2030, wobei die Nachfrage vor allem aus den großen Metropolregionen kommen sollte.

In vergleichsweise kurzer Entwicklungszeit wurde bereits zur 150-Jahresfeier 2016 die Konzeptstudie CFT vorgestellt. Von dieser steckt im jetzt fertig entwickelten RT „100 Prozent vom Konzept drinnen“, allerdings wurden alle Hardware Komponenten getauscht.

Zukunftsweisende Überlegungen

„Der RT ist nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Gesamtkonzept, das den Feuerwehralltag der Zukunft revolutionieren wird und für uns wesentlich mehr darstellt als bloß eine Erweiterung unseres Fahrzeugportfolios„, erklärt Dieter Siegel, CEO von Rosenbauer, der von einem großen Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens spricht.

Das neue Fahrzeug ist auf Sicherheit, Ergonomie, Funktionalität und digitale Einsatzünterstützung ausgerichtet und dadurch mehr als nur ein elektrifiziertes Feuerwehrfahrzeug. Der E-Antrieb ist nur der Ausgangspunkt für eine Reihe konstruktiver Besonderheiten, die entscheidende Vorteile für den Einsatzablauf, das Einsatzmanagement und vor allem auch für die Gesundheit der Einsatzkräfte mit sich bringen. Der RT setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Fahrdynamik und Fahrsicherheit, Ergonomie und Bedienung sowie Kommunikation und Vernetzung.

Mit seinem permanenten Allradantrieb liegt er stabiler und agiler auf der Straße, bietet zudem eine bessere Beschleunigung. Damit geht eine höhere Fahrsicherheit einher, die das um ein 16-fach erhöhtes Unfallrisiko bei Alarmfahrten minimieren soll. “Das Fahrzeugkonzept wurde zu 100 Prozent auf Anforderungen der Feuerwehren hin gebaut„, so Dieter Siegel, der auch den erhöhten Gesundheitsschutz hervorhebt. Durch das Absenken des RT ist für den Feuerwehrmann alles leichter erreichbar und der Arbeitsalltag wird dadurch komfortabler.

Elektrische Einsätze

“Durch das neue Konzept ist es möglich, dass bis zu 90 Prozent aller Feuerwehreinsätze rein elektrisch abgewickelt werden können„, so Rosenbauer CSO Andreas Zeller. Neben dem Antrieb selbst ist auch der Pumpbetrieb inklusive laufender Beleuchtung und etwa Klimaanlage über mehrere Stunden möglich. Ein weiterer Vorteil, da damit auch der Lärm eines permanent laufenden Dieselmotors wegfällt. “Eine Reduzierung des Lärms reduziert auch Krankenstände„, führt Zeller weiter aus. Sollte ein Einsatz einmal länger dauern, gewährt ein “Range Extender„ - ein Generator in Form eines 200 kW starken PKW-Motors den reibungslosen Ablauf.

Großes Interesse der Lead-Kunden

2017 wurden die Kompetenzen für die Weiterentwicklung des RT zur Serienreife in der Rosenbauer E-Technology Development GmbH (RED) gebündelt, die seither auch für die Zusammenarbeit mit den Innovationspartnern aus den verschiedenen Modellregionen zuständig ist. So lieferte die Berufsfeuerwehr Berlin wertvolle Inputs zur Konkretisierung der Anforderungen, was zu einer Verkürzung der Entwicklungszeit führte.

Die Feuerwehren Dubai, Berlin und Amsterdam machen den Anfang, Los Angeles, Portland, Vancouver, Canberra und Oslo werden folgen. Es kommt nicht von ungefähr, dass fast alle Innovationspartner und die meisten Interessenten am RT aus C40-Städten kommen. Diese haben sich in der „C40 Cities Climate Leadership Group“ für den gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel zusammengeschlossen und sich die Reduktion der urbanen Umweltbelastung, insbesondere des CO2-Ausstoßes durch den innerstädtischen Verkehr, zum Ziel gesetzt.

Serienfertigung ab Ende 2021

Die Fertigung wird in den nächsten Monaten für die Serienproduktion vorbereitet, der Produktionsstart ist für Ende 2021 geplant. Gebaut wird der RT in der Konzernzentrale in Leonding. In der ersten Phase kommt der RT als Löschfahrzeug für kommunale Einsatzzwecke auf den Markt. In der Folge wird das Fahrzeugkonzept weiterentwickelt und die Technologie zum Beispiel auch für Flughafen- und Werksfeuerwehren zur Verfügung stehen. Die Konzernspitze betonte weiters, dass der RT auch für ländliche Einsätze einer Freiwilligen Feuerwehr geeignet sei. “In der ersten Stufe war das nicht unser zentraler Ansatz, aber mittelfristig soll das Fahrzeug auch ein Thema für Regionalfeuerwehren sein„, so Andreas Zeller.

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



ABC-Programm am Wochenende

ANSFELDEN. Noch im Oktober warten im Anton Bruckner Centrum in Ansfelden wieder tolle Veranstaltungen. Ein kurzer Überblick für das kommende Wochenende.

Neuer Name für Stadtteilzentrum gesucht: Volksabstimmung in Traun

TRAUN. Noch bis zum 6. November ist die Trauner Bevölkerung dazu aufgerufen, in einer Volksabstimmung über den Namen des neuen Trauner Stadtteilzentrums in St. Dionysen zu entscheiden. 

Operngenuss im Kinosaal

PASCHING. Ab Sonntag, 25. Oktober, zeigt das Hollywood Megaplex PlusCity eine handverlesene Auswahl der beeindruckendsten Produktionen der Salzburger Festspiele aus den letzten Jahren – erstmalig im ...

Trauner „Owizahra“ für den zweiten Platz bei JugendAward 2020 geehrt

TRAUN. Der JugendAward des Landes OÖ wurde am Dienstag, 13. Oktober, erstmals an herausragende Projekte und Initiativen für Jugendliche durch Landeshauptmann Thomas Stelzer verliehen. Der Verein Initiative ...

Der winterfeste Garten mit den Profis vom Maschinenring

BEZIRK LINZ-LAND. Die Gartenprofis vom Maschinenring sind auch in der kalten Jahreszeit im Einsatz und machen jetzt Gärten winterfit.

Musikalische Reise

TRAUN. Im Herbst 2017, über ein Jahr nach einer von mehreren längeren Reisen in den Norden, hat Martin Kälberer sein letztes Album in seinem Studio im Chiemgau aufgenommen.

„Schüler retten Leben“ in Traun

LINZ-LAND/TRAUN. In Österreich erleiden jährlich rund 10.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Atem-Kreislauf-Stillstand. Mit dem Projekt „Schüler retten Leben“ vermittelt das OÖ. Jugendrotkreuz ...

„Masked Singers“ trotzen der Krise: „Gar nicht singen ist keine Option für unsere Schüler“

LEONDING. Singen und Musizieren ist das, was den Kindern der Musikmittelschule Leonding am meisten Spaß macht, deswegen haben sie sich für diesen Schwerpunkt entschieden. Jetzt heißt es: ...