Keba expandiert - zusätzlicher Standort am Technologiering in Leonding und Pasching geplant

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Gerhard Luftensteiner, Vorstandsvorsitzender KEBA AG, Sabine Naderer-Jelinek, Bürgermeisterin Leonding und Peter Mair, Bürgermeister Pasching (v.l.) (Foto: KEBA/APA-Fotoservice/Greindl)
David Ramaseder David Ramaseder, Tips Redaktion, 14.04.2021 17:10 Uhr

LINZ/LEONDING/PASCHING. KEBA ist in den letzten zehn Jahren stark gewachsen. Der Umsatz des in Linz ansässigen international tätigen Automations-Experten hat sich in dieser Zeit fast vervierfacht. Am Mittwoch, 14. April, hat Vorstandsvorsitzender Gerhard Luftensteiner die Pläne für einen neuen Standort im Westen von Linz präsentiert.

Das stetige Wachstum von KEBA - das vergangene Geschäftsjahr wurde mit über 400 Millionen Euro Umsatz abgeschlossen - zeigt sich speziell in Österreich auch im Flächenbedarf. Nicht nur am Hauptstandort im Gewerbepark in Linz/Urfahr hat das Unternehmen sukzessive Fläche dazugewonnen. 2013 hat man in der Industriezeile einen zweiten Produktionsstandort eröffnet sowie in den letzten Jahren noch mehrere tausend Quadratmeter an Produktions-, Logistik- und Bürofläche im Großraum Linz angemietet. Aktuell wird auch nochmal der Standort in Urfahr um ein weiteres Gebäude erweitert.

Standort OÖ stärken

Der Automationsexperte ist schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück, welches die Möglichkeit bietet, die aktuell zugemieteten Flächen zusammenzuführen und das auch entsprechendes Expansionspotenzial für zukünftiges Wachstum bietet. Der Hauptstandort im Gewerbepark in Urfahr bleibt weiterhin bestehen. Trotz der zahlreichen internationalen Niederlassungen und auch wenn vielleicht Betriebsansiedelungen in anderen Regionen außerhalb Österreichs einfacher wären, hat sich das Unternehmen in seiner Standortwahl bewusst für Oberösterreich entschieden.

Grundsätzlich ist es gar nicht so einfach, im Großraum Linz ein entsprechend großes Grundstück zu finden. Wichtig war dem Unternehmen bei der Standortwahl auch, dass bereits eine entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Mit dem Grundstück am Technologiering, der in den beiden Gemeinden Leonding und Pasching an der B139 beheimatet ist, hat man nun jenes gefunden, das für KEBA wichtige Faktoren wie ausreichend Fläche, eine gewünschte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und eine naheliegende, gut erreichbare Infrastruktur für die zukünftig dort arbeitenden Mitarbeiter verbindet.

Wir sind glücklich, mit dem Kauf des Grundstückes am Technologiering Leonding/Pasching ein entsprechendes Potenzial für unser Wachstum und die zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens zu legen. Als Technologieunternehmen ist es uns außerdem ein Anliegen, zukunftsfähige und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Der KEBA Technologiepark bietet ideale Voraussetzungen, um uns als Unternehmen weiterzuentwickeln. Dass der Standort verkehrstechnisch gut erschlossen sowie an die öffentlichen Verkehrsmittel ideal angebunden ist und sich in der Nähe eine entsprechende Infrastruktur befindet, macht ihn auch für unsere Mitarbeiter sehr attraktiv“, so Gerhard Luftensteiner, Vorstandsvorsitzender der KEBA AG.

Ressourcen der Fachkräfte nutzen

KEBA schätzt die hier vorhandene Qualifikation der Fachkräfte und die sehr gute Vernetzung mit den HTLs, FHs und der JKU. Auch die zukünftige Technische Universität mit den Schwerpunkten Digitalisierung und digitale Transformation ist für das Technologieunternehmen entsprechend attraktiv. Sie wird jene Spezialisten bringen, die dafür sorgen, dass Unternehmen wie KEBA im internationalen Wettbewerb weiterhin zu den Technologieführern gehören.

Die Gesamtfläche des Grundstückes beträgt rund 100.000 Quadratmeter. Der Plan sieht vor, in Etappen Büro- und Produktionsflächen zu errichten. Start der ersten Bauetappe wird, sofern alle behördlichen Genehmigungen erteilt wurden, voraussichtlich 2023 sein. Der geplante Ausbau über einen Zeitraum von gut fünf Jahren sieht aus heutiger Sicht einen Standort mit einer bebauten Fläche von rund 37.000 Quadratmeter und 600 Arbeitsplätzen vor.

Freude über Betriebsansiedelung

„KEBA ist ein zukunftsträchtiges Unternehmen mit innovativen Produkten, das sich der Verantwortung für nächste Generationen bewusst ist. Genau solche Unternehmen braucht Leonding und wir können hier auch einiges zurückgeben. Neben einer perfekt ausgebauten Infrastruktur am Technologiering, in die wir in den letzten Jahren vorausschauend investiert haben, ergeben sich mit dem geplanten Ausbau des Familien- und Bildungscampus am Harter Plateau Synergieeffekte beim Thema Fachkräfte“, erläutert Leondings Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek und führt weiter aus: „Ich bin sehr froh darüber, dass wir dazu beitragen können, KEBA in der Region zu halten. Wir werden die nächsten Schritte zur Umsetzung im nächsten Gemeinderat setzen und ich bedanke mich jetzt schon bei allen, die dieses Vorhaben mittragen.

Auch Bürgermeister Peter Mair freut sich über die Entscheidung von KEBA für eine Betriebsansiedlung an der neuen B139. „Die zweite gemeindeübergreifende Kooperation von Pasching und Leonding zeugt von der guten Zusammenarbeit der beiden Kommunen. Gemeinsam konnte auch bei den bisherigen Eigentümerfamilien eine Einigung für den Grundverkauf erzielt werden. Die Schaffung von 600 Arbeitsplätzen bei diesem innovativen Unternehmen ist ein weiteres Argument für die Errichtung der Haltestelle Pasching im Zuge des viergleisigen Ausbaus mit Schnellbahntakt der Westbahnstrecke, die bei nur ca. einem Kilometer Entfernung auch zu Fuß erreichbar wäre“, so der Paschinger Bürgermeister.

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