"Die Einmalhilfen sind für uns nicht der richtige Weg, wir wollen nachhaltig unterstützen"
ANSFELDEN. Steigende Energiepreise und Coronazahlen kommen in den nächsten Monaten auch auf die Stadtgemeinde Ansfelden zu. Bürgermeister Christian Partoll sprach im Interview mit Tips im Rahmen der Ortsreportage Ansfelden über diese und andere präsente Themen.

Tips: Werfen wir einen kurzen Blick auf die vergangenen Monate!
Partoll: Die letzten Monate waren sehr arbeitsintensiv. Jetzt im Sommer und im Herbst haben wir gerade eine Straßenerneuerungsoffensive gestartet. Wir werden heuer auch noch zahlreiche Straßenzüge und Straßen in Ansfelden neu machen. Auch das wichtige Projekt der B139 Neu sowie der Autobahnknoten Ansfelden Süd beim McDonalds – den wir jetzt wirklich endgültig hoffen nächstes Jahr umsetzen zu können, etwa auch mit einer ampelgeregelten Kreuzung – sind natürlich präsent. Die B139 Neu nimmt sehr viele Ressourcen der ganzen Stadt in Anspruch, von der Bautechnik zum Beispiel. Das UVP ist jetzt einmal abgeschlossen und wir müssen jetzt noch einen Umweltbericht nachliefern, um keine Fragen offen zu lassen. Aber vor Ostern sollte der Bescheid dann auch da sein.
Tips: Der kommende Winter wird einige Herausforderungen mit sich bringen – etwa teure Energiepreise oder ein Anstieg der Coronainfektionen. Wie geht Ansfelden hier vor?
Partoll: Bei uns auf dem Amt merkt man schon, dass die Krankenstände leider wieder zunehmen und auch wir hier in Ansfelden bei weitem nicht alle Dienstposten besetzt haben. Da wird es im Herbst sicher wieder nicht einfach werden für uns. Natürlich sind wir bestrebt den Betrieb etwa des Bürgerservices aufrechtzuerhalten – aber was uns ganz wichtig ist und uns bisher immer gelungen ist, ist die Kinderbetreuung aufrechtzuerhalten.Was uns auch stark belastet, sind die steigenden Energiepreise, die auch uns als Stadtgemeinde extrem treffen werden. Da sind wir aber in der guten Lage, dass wir viele Gemeindeobjekte bereits mit der Bio-Fernwärme beheizen und auch die restlichen gemeindeeigenen Objekte in den nächsten zwei bis drei Jahren daran anschließen wollen. Wir haben ja auch die Sozialfonds der Stadtgemeinde für dieses, aber auch für das nächste Jahr gewaltig aufgestockt. Da braucht es auch die entsprechenden Ressourcen, um die Sozialberatung anbieten zu können. Die Einmalhilfen sind für uns nicht der richtige Weg, wir wollen nachhaltig unterstützen.
Tips: Was ist hierbei noch für das nächste Jahr geplant?
Partoll: Wir hatten einen Gemeinderatsbeschluss, dass sich Ansfelden in den nächsten Jahren dazu verpflichtet, möglichst energieautark zu werden. Wir wollen 2023 mit dieser Offensive starten. Es gibt hier natürlich größere Vorhaben, Photovoltaik auf freien Flächen zu installieren – da gibt es gerade Diskussionen im Gemeinderat, auf welchen Flächen das möglich oder nicht möglich ist. Mein Zugang ist hier aber, zuerst die Dächer voll zu machen, dann die versiegelten Flächen und auf die Felder würde ich erst gehen, wenn die dementsprechende Verdichtung im versiegelten Bereich schon vorhanden ist. Die Felder brauchen wir zum Erzeugen von Nahrungsmitteln, aber nicht zum Erzeugen von Strom.


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