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TRAUN. Die hohen Energiepreise stellen Städte und Gemeinden derzeit vor große Herausforderungen. Tips hat bei Trauns Bürgermeister Karl-Heinz Koll nachgefragt, wie die Stadt damit umgeht und worauf in der nächsten Zeit in der Stadtentwicklung der Fokus gelegt werden soll.

Bürgermeister Karl-Heinz Koll (Foto: www.jochenlorenz.at)
Bürgermeister Karl-Heinz Koll (Foto: www.jochenlorenz.at)

Tips: Die große Umfrage zur Stadtentwicklung ist vergangenen Montag gestartet. Gibt es schon ein erstes Feedback?

Karl-Heinz Koll: Bereits nach dem ersten Tag hatten wir alleine online hunderte vollständig ausgefüllte Fragebögen. Selbst die FH OÖ war sehr überrascht. Mit so einem Andrang haben sie nicht gerechnet. Das Gefühl ist sehr positiv, dass die Umfrage gut angenommen wird.

Tips: Fest steht, dass das Trauner Zentrum attraktiviert werden soll. Was ist hier geplant?

Koll: Wir werden kommendes Jahr einen Architektenwettbewerb starten, wo es um die Innenstadt, aber auch die Fläche vom Volksheim bis zur Spinnerei gehen wird. Dabei ist uns wichtig, dass man die Grünzüge durch die Stadt und auch die Fahrradwege im Gesamten sieht und keinen Fleckerlteppich – also immer nur einzelne Gebiete – plant. Wir werden da einige Rahmenbedingungen setzen, aber es wird auch hier einen Bürgerbeteiligungsprozess geben, wo auch die Immobilieneigentümer und Gewerbetreibenden miteinbezogen werden. Mit dem ganzen Prozess soll möglichst zügig gestartet werden.

Tips: Welche Schwerpunkte werden im Verkehr gesetzt?

Koll: Im öffentlichen Verkehr hat die Verlängerung des 43ers, vom Stadtfriedhof bis zur Trauner Kreuzung, Priorität. Dazu haben sich Leonding, Pasching, Traun und Hörsching zusammengeschlossen und eine Wirksamkeitsanalyse machen lassen. Eine Verlängerung wird aber nicht ausbleiben können, weil die Zahlen für sich sprechen. Zusätzlich würde das den Pkw-Verkehr auch deutlich reduzieren. Ebenso werden wir einen Schwerpunkt gegen Raser setzen.

Tips: Wie reagiert die Stadt auf die aktuellen Energiepreise?

Koll: Wir haben alle Heizungen in öffentlichen Gebäuden warten lassen und in den Schulen wird erstmals seit Langem die Heizung in den Ferien wieder aufs Minimum heruntergefahren. Außerdem haben wir eine Energiebuchhaltung gemacht. Damit sehen wir genau, bei welchen Gebäuden dringend eine thermische Sanierung notwendig ist. Auch die Beleuchtung wird reduziert.

Tips: Wird es Unterstützungen für die Bevölkerung geben?

Koll: Im Sozialbereich bleibt eine Unterstützung nicht aus. Da werden wir im Dezember im Gemeinderat ein Paket verabschieden, in dem die Richtsätze bei der Jahresbeihilfe um einiges erhöht werden und auch die Zahlungen werden wir verdoppeln. Damit helfen wir mit einer Einmalzahlung den Einkommensschwächsten. Auch den zahlreichen Trauner Vereinen, für mich wichtige Säulen unserer Gesellschaft, werden wir mit einer Förderung auf die Mehrkosten für Energie und Treibstoff unter die Arme greifen.


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