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PASCHING/LINZ-LAND. Die SPÖ Bezirksfrauen Linz-Land mit Vorsitzender LAbg. Renate Heitz veranstalteten im TIL in Langholzfeld eine Podiumsdiskussion mit Expertinnen zum Thema Gender-Medizin.

  1 / 2   v.l.: Martha Scholz-Resch, Anna Dieplinger, LAbg. Renate Heitz, Moderatorin Susanne Pollinger, Gynäkologin Miriam M. Mottl (Foto: SPÖ Frauen OÖ)

Ein hochkarätig besetztes Podium diskutierte unter der gekonnten Leitung von Susanne Pollinger: die beiden Soziologinnen Anna M. Dieplinger und Martha Scholz-Resch sowie Fachärztin für Gynäkologie und Geburtenhilfe Miriam M. Mottl stellten die provokante Forderung nach Ungleichbehandlung auf. Frauen und Männer sind unterschiedlich krank. Das Ziel der Gender-Medizin ist die gerechte Behandlung von Mann und Frau, sodass jeder Mensch die medizinische Versorgung bekommt, die er oder sie geschlechtsspezifisch braucht.

Gendermedizin muss zur Norm werden, da waren sich alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion einig. Genauso wie bei der Feststellung, dass beim Thema Gender-Medizin nicht nur über den Herzinfarkt und die unterschiedlichen Symptome gesprochen wird, sondern dass das Thema breiter gesehen werden muss: alle Lebensumstände der Frauen müssen mitgedacht und verbessert werden, um ihre Gesundheit zu garantieren. Über die Gefahr von Schönheitsoperationen wurde genauso gesprochen wie über die Tabuthemen Menstruation, Fehlgeburt und Wechsel und die Notwendigkeit von HPV-Impfungen für beide Geschlechter. „Die Gendermedizin soll künftig ein fixer Bestandteil in der medizinischen Ausbildung sein, medizinische Lehrbücher müssen genderspezifische Unterschiede der Symptomatik von Krankheiten thematisieren und es braucht die Einrichtung eines verpflichtenden Lehrstuhls in Oberösterreich,“ fasst Renate Heitz die Forderungen zusammen, die sie mit den SPÖ Frauen weiterverfolgen und die Umsetzung in Gang bringen will.


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