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LINZ-LAND. Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner gibt Einblick in die wichtigsten Projekte des öffentlichen Verkehrs, die Highlights im Infrastrukturausbau und die wichtigsten Bereiche, um die Verkehrssicherheit weiter zu stärken. Auch für die Radfahrer soll sich so einiges verbessern. Im Zentralraum gibt es im Jahr 2023 wichtige Projekte.

Günther Steinkellner beim Radweg-Provisorium in Leonding (Foto: Land OÖ/Kauder)
Günther Steinkellner beim Radweg-Provisorium in Leonding (Foto: Land OÖ/Kauder)

Mit den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, den aktuellen Auswüchsen des Ukraine-Krieges und einer der größten Inflationsentwicklungen der vergangenen Jahrzehnte ist der Blick auf die Zukunft bei vielen Landsleuten getrübt. Die Skepsis wird auch in aktuellen Umfragen deutlich. Laut IMAS-Befragung sehen lediglich 26 Prozent der Befragten der Zukunft mit Zuversicht entgegen. 32 Prozent sind skeptisch und etwa 35 Prozent machen sich Sorgen. Als wichtigen Eckpfeiler der Gesellschaft ist es Steinkellner wichtig, die Mobilität leistbar zu halten.

„Mobilität ist eines der wichtigsten Grundbedürfnisse der Menschen in unserem Land. Sie ist für die Bereiche Handel, Wirtschaft, Freiheit und Entwicklung von essentiellem Wert. Deshalb sind alle Anstrengungen zu unternehmen, damit die Mobilität leistbar bleibt“, so der oberösterreichische Mobilitäts-Landesrat. Seit 2019 wird mit der OÖ Infrastrukturoffensive, die bis dato größte Schieneninfrastrukturmodernisierung im Land umgesetzt. Mit diesem bis 2030 valorisierten, 725 Millionen Euro Maßnahmenpaket wird im Jahr 2023 auch im Bezirk investiert. So soll noch heuer der Baustart der Park-and-Ride-Anlage Nöstlbach - St. Marien erfolgen. Ein wichtiges Vorhaben für ganz Linz-Land ist die B139 Umfahrung Haid. „Aktuell läuft das UVP-Verfahren. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass im Frühjahr 2023 ein UVP-Bescheid vorliegt. Diese wichtige Basis ist die Grundvoraussetzung, um mit der Grundeinlöse starten zu können“, so Steinkellner.

Außerdem soll der Knotenumbau L1392 in Ansfelden heuer beginnen. Die bestehende Kreuzung mit der Autobahnauf- und -abfahrt soll aus Kapazitätsgründen in eine ampelgeregelte Kreuzung umgebaut werden. Aktuell laufen Grundeinlöseverfahren, um 2023 die bauliche Umsetzung starten zu können.

Radverkehr darf nicht vergessen werden

Kritik an der Vorschau für das Infrastrukturjahr 2023 übt Gerhard Fischer von der Radlobby OÖ: „Einzige Erwähnung findet der Radverkehr mit 2023 geplanten Grundeinlösen für einen Radweg Linz-Margarethen und einem möglichen Baubeginn 2024 – kein einziges Wort mehr zum seit Jahren immer wieder angekündigten Baubeginn des LILO-Radweges – der 2018 als „in drei Jahren bis Hitzing umgesetzt“ angekündigt wurde, eigentlich seit 2021 fertig sein sollte aber auch 2023 noch nicht einmal begonnen wurde. Mit dem von der Stadt Linz initiierten Florianerbahnradweg bleibt leider weiterhin eine 1,4 Kilometer lange Radweglücke nach St. Florian und seine Umlandgemeinden – es liegt hier nicht an fehlenden Grundstücken, sondern nur am fehlenden politischen Willen der Umsetzung von Radhauptrouten – das Land OÖ hat scheinbar keinerlei Interesse durchgängige Radhauptrouten in den staugeplagten Ballungszentren Linz, Wels, Steyr und in besonders staugeplagten Linzer Umlandgemeinden zu errichten.

Zahlreiche Projekte geplant

„Rad fahren ist nicht nur eine ressourcenschonende Mobilität, sondern auch eine gesunde Fortbewegungsart, welche die Fitness der Bevölkerung stärkt“, ist Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner überzeugt und sieht dem Programm für den Ausbau der Radinfrastruktur positiv entgegen. Besonders im Zentralraum werden zentrale Vorhaben weiterentwickelt und umgesetzt. Der Radweg entlang der Trasse der ehemaligen Florianerbahn soll zukünftig Linz mit St. Florian verbinden. Ende des letzten Jahres erfolgte der Baustart. Im heurigen Frühjahr soll eine durchgehende Radwegachse zwischen Ebelsberg und Pichling fertiggestellt sein. Dadurch wird auch das Naherholungsgebiet Pichlinger See besser erreichbar sein.

Auch der Radweg Asten soll im heurigen Jahr verbessert werden. Während sämtliche Abschnitte der Radwegverbindung von Linz nach Asten bereits asphaltiert waren bzw. durch asphaltierte Gemeindestraßen und asphaltierte Bahngeleitwege gebildet wurden, wurde noch im letzten Jahr der geschotterte Abschnitt der Peterbauerstraße bis zur Einmündung des Harterfeldwegs asphaltiert. „Durch diesen Lückenschluss kann man künftig auch auf einem weiteren Abschnitt der Radwegverbindung nach Asten komfortabel und sicher radeln“, so Steinkellner.

Nächste Schritte beim LILO-Radweg sollen heuer folgen

Durch zwei Abschnitte als Provisorium hat der LILO-Radweg bereits Form angenommen. Auch im heurigen Jahr werden weitere Fortschritte erwartet. So wurde zwischen Linz und Leonding ein Radweg-Provisorium eingerichtet, das entlang der Waldegg-, Klimt- und Gaumbergstraße in Richtung Leonding führt. Von dort aus führt über das Nussböckgut ein geschottertes Provisorium als Verbindungsweg über den Gaumberg. Die provisorische Einbindung erfolgt über die Maiergutstraße. Die neu errichtete Krumbachbrücke ermöglicht die Verbindung des bestehenden parallel des Krumbachs führenden Geh- und Radwegs mit der Timesbergerstraße und verbleibt dauerhaft.

Der Bauabschnitt der Strecke von Leonding in Richtung Pasching/Wilhering (Hitzing) führt von der L1386 Leondingerstraße – im Ortsgebiet Leonding nördlich der ÖBB-Überführung – bis zur Steinkellnerstraße. Für diesen Abschnitt hat eine Variantenuntersuchung stattgefunden und es wird bereits am detaillierten Einreichprojekt gearbeitet. Bei optimalem Verlauf kann mit den Bauarbeiten noch im heurigen Jahr gestartet werden.


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