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"Lohnabhängig Beschäftigte und Arbeitslose sind wesentliche Opfer dieser Krise"

Melissa Untersmayr, 24.04.2023 09:52

TRAUN/LINZ-LAND. Am 30. April ist Tag der Arbeitslosigkeit. Das „Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit Linz-Land“ nimmt dies zum Anlass, um einen Info-Vormittag zu veranstalten. Im Haus des BFI, der AK und des ÖGB in Traun werden verschiedene Projekte für und mit arbeitslosen Menschen vorgestellt. Zusätzlich kritisiert das Bündnis die unzureichende Unterstützung von arbeitenden und arbeitslosen Menschen in der aktuellen Krise.

Weniger bekannt als der 1. Mai ist der Tag der Arbeitslosigkeit. (Foto: Bündnis Arbeit)
  1 / 2   Weniger bekannt als der 1. Mai ist der Tag der Arbeitslosigkeit. (Foto: Bündnis Arbeit)

Der 1. Mai ist als „Tag der Arbeit“ im Bewusstsein. Was viele nicht wissen: Am Tag zuvor, dem 30. April, gibt es den „Tag der Arbeitslosen“. Das Bündnis Arbeit Linz-Land will darauf aufmerksam machen, denn „Arbeitslosigkeit kann jede/n treffen“. Deshalb findet am Freitag, den 28. April, eine Infoveranstaltung zum Thema Arbeitslosigkeit statt. Im Gebäude des Berufsförderungsinstituts (BFI), der Arbeiterkammer (AK) und des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) in Traun werden von 7.30 bis 10.30 Uhr verschiedene Projekte für und mit arbeitslose(n) Menschen präsentiert.

Leidtragende der Teuerung unterstützen

Das Bündnis hat die Lebensrealitäten arbeitender und arbeitsloser Menschen im Blick. In der aktuellen Krise müssen sie besonders oft um ihre Existenz fürchten. Etwa ein Drittel der Österreicher kämpft momentan mit Einkommensverlusten, während die Gewinne der Unternehmen und somit auch die Preise weiter steigen.

„Ein gutes Leben muss gesichert sein“, weswegen die Politik besonders in der Verantwortung steht. Das Bündnis will eine drastische Erhöhung des Grundbetrags für geschätzt 4,7 Prozent Arbeitslose in Linz-Land. Außerdem müssen Menschen in Care-Tätigkeiten und Pflegeberufen dringend unterstützt werden - sein es finanziell oder bezüglich Personalmangel. Es gilt, Mieten und Energie zu deckeln und die Teuerungsspirale zu unterbrechen. Dazu werden höhere Löhne bei verkürzter Arbeitszeit und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Frauen gefordert.

„Wir tragen Mitverantwortung, für gute, faire Bezahlung und menschenwürdige Arbeit und auch für die Absicherung und ein gutes Leben arbeitsloser Menschen“, darüber ist sich das Bündnis einig. Neben ÖGB, AK und AMS sind zahlreiche Einrichtungen und Vereine aus Linz-Land Teil des Bündnis: Etwa das FrauenBerufsZentrum, Treffpunkt „mensch & arbeit“ Nettingsdorf, die Volkshilfe Flüchtlings- und Migrantenbetreuung, „Owizahra“ oder die regionale Caritas.


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