Seniorenbund: "Bargeld in den Regionen und für die Senioren von großer Bedeutung"
ST. MARIEN/OÖ. Der Vorschlag von Bundeskanzler Karl Nehammer, das Bargeld in die Verfassung zu schreiben, stößt beim Landesgeschäftsführer des OÖ Seniorenbundes, ÖVP-Bundesrat Franz Ebner, auf volle Unterstützung: „Das Recht auf Bargeld und die Wahlfreiheit zwischen Kartenzahlung oder Barzahlung muss unbedingt bestehen bleiben.“

Besonders in ländlichen Gebieten und für ältere Personen habe Bargeld eine immense Bedeutung. „Bargeld ist für ältere Menschen von herausragender Bedeutung, da es Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, Privatsphäre und Sicherheit symbolisiert. Die Erhaltung der Bargeldnutzung und die Fähigkeit, es nahezu überall einzusetzen, sind für sie von besonderer Wichtigkeit“, betont Ebner. Zusätzlich hätte Bargeld den Vorteil, dass es überall akzeptiert werde und die Ausgaben besser kontrolliert werden können.
Die Bedeutung von Bargeld in Österreich insgesamt und speziell für ältere Menschen wird auch durch statistische Daten unterstrichen. Jährlich werden in ganz Österreich etwa 47 Milliarden Euro an Geldautomaten abgehoben, und 67 Prozent aller Zahlungen unter 20 Euro werden bar abgewickelt. Ältere Menschen bevorzugen größtenteils Barzahlungen. Laut einer IMAS-Umfrage des OÖ Seniorenbundes besitzen zwar 79 Prozent der über 60-Jährigen in Oberösterreich eine Bankkarte oder Kreditkarte, dennoch werden durchschnittlich 70 Prozent ihrer täglichen Ausgaben in bar beglichen. Immerhin ein Fünftel besitzt weder Bankkarte noch Kreditkarte.
„Die Menschen müssen die Sicherheit haben, dass Bargeld als Zahlungsmittel erhalten bleibt und es muss eine Grundversorgung mit Bargeld in zumutbarer Entfernung geben“, fordert Ebner. Nicht vergessen dürfe man bei der Diskussion auf eben jenes Fünftel, das keine Bankomat- oder Kreditkarte besitzt und auch auf jene, für die die Digitalisierung der Bankgeschäfte eine große Hürde ist.


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