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Zufall trifft Mitsprache – Ansfeldner gestalten ihre Stadt jetzt aktiv mit

David Ramaseder, 24.06.2025 13:39

ANSFELDEN. Politik ist in Ansfelden keine Einbahnstraße mehr. Seit der Gemeinderat im Dezember 2024 einstimmig neue Beteiligungsrichtlinien verabschiedet hat, ist klar: Bürger sollen aktiv mitgestalten können, wie sich ihre Stadt entwickelt. Das geschieht auch durch neue Formate, die bewusst Mitsprache auf Augenhöhe ermöglichen.

Der Ansfeldner Bürgerbeteiligungsbeirat ist erstmals zusammengetreten. (Foto: Stadtgemeinde Ansfelden)

Ein besonderer Moment war dabei die erste gemeinsame Sitzung von Bürgerbeteiligungsbeirat und Bürgerräten: Neun zufällig ausgewählte Ansfeldner saßen dabei gemeinsam mit neun Gemeindepolitikern am Tisch – gleichberechtigt, ohne Parteibuch, mit offenem Ohr. Diskutiert wurden Ideen und Anträge, die zuvor aus der Bevölkerung eingegangen waren. Ein Novum in der Geschichte der Stadt.

Die Grundidee: Wer in Ansfelden lebt, soll nicht nur gehört, sondern ernst genommen werden. Dafür gibt es künftig verschiedene Wege. Mit der sogenannten „Ansa-Idee“ können Bürger Vorschläge einbringen – von der Parkbank bis zur Verkehrsberuhigung. Der Bürgerbeteiligungsbeirat prüft das Anliegen und entscheidet, ob es weiterverfolgt wird. Der Ideengeber bleibt dabei stets informiert. Ein weiterer Weg ist der Bürgerantrag. Wer ein Anliegen mit mehr Nachdruck einbringen möchte, kann es mit mindestens 60 Unterschriften einreichen – vorausgesetzt, die Unterzeichnenden sind mindestens 16 Jahre alt und haben ihren Hauptwohnsitz in Ansfelden. Auch hier prüft der Beirat zunächst im Sinne des Allgemeinwohls. Danach wandert das Thema in den zuständigen Ausschuss und schließlich in den Gemeinderat.

Die neun Bürgerräte bleiben für die Dauer der Gemeinderatsperiode im Amt. Gemeinsam mit den politischen Vertretern bilden sie den Bürgerbeteiligungsbeirat – ein Gremium, das regelmäßig über den Stand aller Verfahren informiert.


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