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Mehrheit für längeren Wehrdienst bei Angelobung in Hörsching

David Ramaseder, 09.02.2026 13:22

HÖRSCHING. Rund 230 Rekruten aus Ober- und Niederösterreich haben vergangenen Freitag am Fliegerhorst Vogler in Hörsching ihr Gelöbnis abgelegt. Im Mittelpunkt der Feier stand neben dem militärischen Ritual vor allem eine politische Botschaft: die Forderung nach einer Verlängerung des Grundwehrdienstes.

Die Handzeichen sprechen eine deutliche Sprache. (Foto: Bundesheer/Rainer Zisser)
  1 / 3   Die Handzeichen sprechen eine deutliche Sprache. (Foto: Bundesheer/Rainer Zisser)

Militärkommandant Brigadier Dieter Muhr betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Wehrdienstes „für den Schutz der Heimat“ und verwies auf die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Der Aufbau des Bundesheeres und „diese unsicheren Zeiten“ machten es notwendig, die Dauer des Wehrdienstes zu verlängern.

Am Ende seiner Rede richtete Muhr eine ungewöhnliche Frage direkt an die angetretenen Soldaten und die rund 600 anwesenden Gäste: Wer für eine Verlängerung der Wehrdienstdauer sei, möge dies per Handzeichen kundtun. Daraufhin hoben die Rekruten und viele Angehörige sichtbar die Hand – nach Einschätzung von Beobachtern mit überwiegender Mehrheit.

Auch Landeshauptmann Thomas Stelzer verwies auf die Verantwortung der Rekruten für Demokratie und Sicherheit. Sicherheit sei „ein Grundgerüst für unsere Freiheit“ und eine Investition in die Zukunft des Landes.

Die Abstimmung per Handzeichen hat zwar keine formale Wirkung, setzte aber ein deutliches Signal: Die Diskussion um eine längere Dienstzeit ist längst nicht mehr nur eine politische Debatte – sie wird auch in den Kasernen geführt.


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