Flüsse im Bezirk Linz-Land leiden unter Hitzedruck
BEZIRK LINZ-LAND. Eine Langzeitstudie belegt eine enorme Erwärmung der Flüsse im Bezirk Linz-Land binnen 40 Jahren. Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder fordert rasche Maßnahmen wie beschattete Renaturierung.

Eine neue Studie des Landes Oberösterreich untersuchte die langfristige Entwicklung der Wassertemperaturen in oberösterreichischen Fließgewässern auf Basis von Messdaten von 61 Pegelstationen im gesamten Land im Zeitraum 1984 bis 2023. Ziel war es, die Erwärmung festzustellen und die Auswirkungen auf die Fischfauna einzuschätzen.
Im Bezirk Linz-Land hat das Land OÖ an zwei Messstellen eine durchschnittliche Erwärmung von 2,05 Grad Celsius in 40 Jahren ergeben.
Messstellen des Bezirks im Detail:
Krems, Kremsdorf: +1,83 Grad Celsius
Traun, Ebelsberg: +2,27 Grad Celsius
„Diese Zahlen machen die Klimaerwärmung in Oberösterreich besonders sichtbar und begreifbar. Sie stehen für Hitzedruck in den Gewässern, für weniger Sauerstoff im Wasser und dafür, dass vertraute Arten verschwinden können“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.
Handlungsbedarf
Die neue Studie unterstreicht den Handlungsbedarf. Entscheidend sind Maßnahmen, die schnell wirken und langfristig stabilisieren. Vor allem dort, wo sich Flüsse besonders stark aufheizen. Daher: Mehr Schatten für unsere Flüsse. Bäume und Sträucher entlang der Ufer kühlen das Wasser spürbar. Mehr Platz und Struktur im Flussbett. Wenn Flüsse wieder mehr Raum bekommen entstehen kühle Rückzugsorte. Freie Wege für Fische und Lebewesen: Wo Barrieren fallen, können Arten ausweichen, wandern und sich erholen.
Renaturierungsprojekte
„In Oberösterreich haben wir bereits viele Renaturierungsprojekte umgesetzt. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung unserer Flüsse: Das Tempo der Klimakrise lässt uns keine Pause. Der Klimawandel ist auch in unseren Gewässern angekommen und genau deshalb müssen wir jetzt konsequent an der Verbesserung der Gewässerökologie arbeiten. Renaturierung ist nicht nur Lebensversicherung für unsere kommenden Generationen, sie hilft uns auch, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten“, so Kaineder.


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