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TRAUN. Steigende Energiepreise und neue EU-Vorgaben beschäftigen viele Betriebe. Beim Unternehmer-Frühstück im Sportpark Kepplinger in Traun ging es darum, wie Nachhaltigkeit im Betrieb konkret funktionieren kann.

V.l.: Wolfgang Weitmann (TAW-Präsident), Andreas Protil (GF Stadtmarketing Traun), Sabine Burger (Vizebgm.in), Michael Girkinger (KEM-Manager Traun-Kremstal), Andrea Danda-Bäck (Bezirksstellenleiterin WKOÖ LL), Josef Simmer (GF Keplinger GmbH), Robert Mairhofer (Leiter Energie und Nachhaltigkeit WKOÖ) (Foto: Stadtmarketing Traun)

Zahlreiche Unternehmer aus der Region nutzten die Einladung von Wirtschaftskammer Linz-Land, die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Traun-Kremstal, das Stadtmarketing Traun sowie die Keplinger GmbH zum Austausch bei Kaffee und Frühstück.

Zu Beginn verwies KEM-Manager Michael Girkinger auf eine zentrale Herausforderung: Die EU-Staaten geben jährlich mehr als 400 Milliarden Euro für fossile Energieimporte aus. Ziel der Klima- und Energiemodellregion sei es daher, diese Abhängigkeit langfristig zu verringern. Die zuletzt stark gestiegenen Energiepreise im Zuge des Iran-Konflikts hätten erneut gezeigt, wie anfällig das bestehende System sei.

In mehreren kurzen Impulsen erhielten die Teilnehmer praktische Hinweise, wie nachhaltige Maßnahmen wirtschaftlich umgesetzt werden können. Vertreter des Klimabündnis Österreich stellten etwa die Vorteile eines Klimabündnis-Betriebs vor: Unternehmen erhalten eine Analyse ihres Energieverbrauchs samt CO₂-Bilanz sowie konkrete Vorschläge, wie Emissionen reduziert und gleichzeitig Kosten gesenkt werden können.

Auch die Wirtschaftskammer informierte über aktuelle Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote. Zudem gab es einen Überblick über Neuerungen im Elektrizitätswirtschaftsgesetz sowie Tipps zur Senkung der Stromkosten.

Gastgeber Josef Simmer, Geschäftsführer der Keplinger GmbH, betonte, dass Nachhaltigkeit im Unternehmen mehr bedeute als nur eine Photovoltaikanlage am Dach. Entscheidend sei das Zusammenspiel wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte. Mit Blick auf die Anforderungen der EU im Rahmen des European Green Deal sagte er: „Machen wir aus einem Problem eine Chance.“

Zum Abschluss konnten die Teilnehmer noch einen Blick auf den firmeneigenen E-Lkw werfen und die leise, emissionsarme Antriebstechnologie aus nächster Nähe erleben.


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