Planungen fürPrimärversorgungszentrum (PVZ) in Haid in finaler Phase
Derzeit laufen in Ansfelden die finalen Planungen für das künftige fixe Primärversorgungszentrum (PVZ) in Haid.

Seit Anfang des Jahres wird die medizinische Versorgung noch über eine Containerlösung abgewickelt, künftig soll das PVZ jedoch in einem dauerhaften Gebäude untergebracht werden. In dieser entscheidenden Phase richtet Bürgermeister Christian Partoll (SPÖ) einen eindringlichen Appell an die Österreichische Gesundheitskasse.
Zusätzliche Kassenstellen erforderlich
Im Zuge der aktuellen Bau- und Raumplanung sind im Gebäude noch Flächen zu vergeben. Diese könnten aus Sicht der Stadt gezielt für zusätzliche Kassenstellen im fachärztlichen Bereich genutzt werden. „Wenn wir diese Möglichkeiten jetzt nicht berücksichtigen, fehlen uns später schlicht die räumlichen Voraussetzungen“, warnt Partoll.
Synergien
Der Bürgermeister betont dabei die großen Synergien zwischen dem Primärversorgungszentrum und zusätzlichen Facharztordinationen. Auch die Betreiber des PVZ unterstützen diese Überlegungen ausdrücklich. Eine enge räumliche Zusammenarbeit würde Abläufe erleichtern, wertvolle Synergien schaffen und vor allem den Patienten zugutekommen.
Versorgungssituation bereits angespannt
Der Handlungsbedarf sei im Bezirk deutlich spürbar. Ansfelden zählt rund 20.000 Einwohner, im Einzugsgebiet leben mehr als 30.000 Menschen. Gleichzeitig berichten viele Bürger von langen Wartezeiten und zunehmenden Schwierigkeiten, überhaupt einen Termin bei Fachärzten zu bekommen. Zahlreiche Ordinationen im Bezirk Linz-Land – und teilweise auch in der Stadt Linz – nehmen bereits keine neuen Patienten mehr auf. Das betreffe nicht nur Kassenordinationen, sondern teilweise sogar Wahlärzte. Für viele Betroffene ist das eine zunehmend unzumutbare Situation.
Grundlegende medizinische Versorgung
Aus Sicht der Stadt besteht insbesondere in mehreren Bereichen dringender Bedarf an zusätzlichen Kassenstellen. Dazu zählen: Innere Medizin, Orthopädie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO), Kinder- und Jugendheilkunde sowie Dermatologie.
„Wir sprechen hier nicht über Komfort, sondern über eine grundlegende medizinische Versorgung für unsere Bevölkerung“, betont der Bürgermeister.
Eindringlicher Appell an die Gesundheitskasse
Gerade weil sich die Planung für das neue PVZ derzeit in der entscheidenden Phase befindet, sei rasches Handeln notwendig. Nur wenn zusätzliche Fachrichtungen jetzt berücksichtigt werden, können entsprechende Ordinationsflächen im Gebäude eingeplant werden.
Streit über die Verteilung von Kassenstellen kritisiert
„Wenn man aktuell liest, dass es innerhalb der Gesundheitskasse Streit über die Verteilung von Kassenstellen gibt, dann bestätigt das leider genau das, was wir in der Region schon lange erleben. Während intern über Zuständigkeiten und Verteilung diskutiert wird, bekommen viele Menschen schlicht keinen Termin mehr. Das zeigt, wie dringend zusätzliche Kassenstellen gebraucht werden. Gerade deshalb appelliere ich an die Gesundheitskasse, die Situation im Bezirk Linz-Land rasch zu prüfen. Wir haben jetzt die Chance, beim neuen Primärversorgungszentrum in Haid die räumlichen Voraussetzungen für zusätzliche Facharztordinationen zu schaffen. Diese Gelegenheit müssen wir gemeinsam nutzen.
Die Menschen brauchen eine wohnortnahe, verlässliche medizinische Versorgung. Dafür müssen jetzt die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt werden“, unterstreicht Partoll abschließend.


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