IFN setzt auf Wachstum und Investitionen
TRAUN. Die IFN-Holding AG hat sich im Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen stabil entwickelt und bereitet sich auf weitere Expansionsschritte vor. Das internationale Fensternetzwerk erzielte einen Umsatz von 799 Millionen Euro und steigerte das Betriebsergebnis auf 24 Millionen Euro.

Besonders herausfordernd bleibe die schwache Neubautätigkeit in Europa. Laut IFN zeigen sich jedoch erste Anzeichen einer Stabilisierung. Vor allem thermische Sanierungen gelten zunehmend als wichtiger Wachstumstreiber der Branche.
„Wir sehen erste positive Signale im Markt, allerdings mit sehr großen Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern. Genau deshalb ist unsere breite internationale Aufstellung heute wichtiger denn je“, erläutert Christian Klinger, Miteigentümer der IFN-Holding AG. „Unsere Diversifikation innerhalb Europas hilft uns dabei, Marktschwankungen besser auszugleichen.“
Portfolio geschärft
Mit dem Verkauf der GIG und der Übernahme des litauischen Unternehmens Roda schärfte die Unternehmensgruppe im Vorjahr ihr Portfolio und stärkte gleichzeitig ihre Präsenz in Nordeuropa. Bereinigt um diese Veränderungen konnte IFN ein Umsatzwachstum von zwei Prozent erzielen.
Innerhalb der Unternehmensgruppe entwickelten sich die einzelnen Bereiche unterschiedlich. Internorm (Umsatz -5,5 Prozent) stabilisierte sein Ergebnis in einem negativen Marktumfeld durch seine starke Positionierung im Sanierungssegment sowie imPremiumbereich. Andere Unternehmen der Gruppe konnten deutliche Zuwächse erzielen. Besonders stark entwickelte sich der deutsche Online-Bauelementehändler Neuffer mit einem Wachstum von rund 26 Prozent.
„Regionale Stärke und europaweite Skalierung“
„Unsere internationale Aufstellung, die starke Positionierung im Sanierungsbereich sowie die konsequente Weiterentwicklung unserer digitalen Geschäftsmodelle schaffen wichtige Wachstumsimpulse für die Zukunft“, erklärt IFN Finanzvorständin Barbara Desl. „Gerade die Verbindung aus regionaler Stärke und europaweiter Skalierung wird zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil.“
240 Millionen Euro in Standorte und Produktion investiert
In den vergangenen fünf Jahren investierte IFN rund 240 Millionen Euro in Standorte und Produktion. Für 2026 plant die Unternehmensgruppe weitere Investitionen in Höhe von rund 41,5 Millionen Euro in Innovationen, Standorte und Zukunftstechnologien. Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 61 Prozent.
„Wir investieren bewusst antizyklisch. Gerade jetzt schaffen wir die Voraussetzungen dafür, um von einer zukünftigen Markterholung profitieren zu können“, betont Desl. „Unsere starke Eigenkapitalbasis und die hohe Liquidität ermöglichen es uns, langfristig zu denken und strategisch zu expandieren.“
Für die kommenden Jahre setzt IFN verstärkt auf Internationalisierung, Digitalisierung und energieeffiziente Lösungen rund um Fenster, Türen, Fassaden und Sonnenschutzsysteme.


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