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LINZ. Von Donnerstag 8. bis Sonntag, 11. Oktober, dreht sich im Ars Electronica Center alles um das Thema Antike. Anhand verschiedener Präsentationen im Deep Space 8K, Führungen und sowie einer Podiumsdiskussion geben Experten Einblicke in verschiedene Facetten der Antike und Archäologie.

Invisible Rome Foto: Florian Voggeneder
Invisible Rome Foto: Florian Voggeneder

Die Bandbreite reicht von der antiken Straßenkarte Tabula Peutingeriana über Michael Köhlmeiers Erzählungen rund um Homers Ilias, einer 3-D-Entdeckungsreise durch das unterirdische Rom bis hin zu einem riesigen Stammbaum der griechisch-mediterranen Mythologie.

Programm

Am Donnerstag, 8. Oktober ist im Deep Space LIVE ab 20 Uhr „Kulturelles Erbe - Tabula Peutingeriana“ das Thema, Katharina Kaska von der Österreichischen Nationalbibliothek und Stefan Traxler vom OÖ Landesmuseum präsentieren Wissenswertes rund um die wohl bekannteste Straßenkarte der Welt.

Am Freitag, 9. Oktober erzählt Schriftsteller Michael Köhlmeier im Sky Loft aus Homers Heldenepos Ilias, Beginn: 19 Uhr. Im Anschluss sprechen Peter Glatz, Philipp Hawle, Martin Hochleitner, Gerfried Stocker, Stefan Traxler und Rainer Weißengruber im Rahmen einer Podiumsdiskussion darüber, ob eine eingehende Auseinandersetzung mit der Antike in der modernen vernetzten Welt noch erforderlich ist. Moderiert wird das Gespräch von Christian Schacherreiter.

Der Privatgelehrte Dieter Macek präsentiert am Samstag, 10. Oktober, 11 Uhr den ersten Stammbaum der griechisch-mediterranen Mythologie. Rund 5.770 Götter, Göttinnen und Heroen fanden in dieser Gesamtgenealogie ihren Niederschlag, die nach Ausstellungen in Berlin, Salzburg, Linz und Bregenz nun auch für den Deep Space adaptiert wurde. Ein Hauptaugenmerk des Vortrages wird auf der Entstehungsgeschichte und der Weiterentwicklung des Werkes liegen.

Führungen durch die Ausstellung „Archäologie“ gibt's von 13 bis 14 Uhr im Schlossmuseum Linz. Der Rundgang durch die archäologische Dauerausstellung gibt einen Überblick über die wichtigsten oberösterreichischen Funde von der Steinzeit bis ins Frühmittelalter.

Archäologie in Oberösterreich 2015 ist Thema von 14.30 bis 15.30 Uhr im Deep Space. Der Vortrag von Jutta Leskovar und Stefan Traxler, beide OÖ Landesmuseum, gibt einen Überblick zu aktuellen archäologischen Projekten in Oberösterreich und zeigt, dass moderne Methoden wie Laserscanning oder geophysikalische Untersuchungen längst Einzug in die Archäologie gehalten haben.

„Wo die Antike lebt: Von Architektur bis Zeitrechnung“ - heißt es von 16.30 bis 17.30 im Deep Space. Die oft gehörte Behauptung von der Antike als einem Fundament unserer Kultur veranschaulicht Karlheinz Töchterle von der Universität Innsbruck in seinem Vortrag durch konkrete Beispiele von A (Architektur) bis Z (Zeitrechnung).

Am Sonntag, 11. Oktober, 11 bis 11.45 Uhr werden Peter Glatz, ARGE der Lateinlehrer OÖ und Andreas Thiel, Amici Linguae Latinae, Herausgeber der Publikation European Symbols, in die Geschichte des Europa-Begriffes einführen und zeigen anhand ausgewählter Beispiele die reiche Antike-Rezeption in den europäischen Ländern auf. Im Deep Space. Von 11.45 bis 12.30 Uhr steht die römische Stadt Aquileia im Mittelpunkt einer Präsentation von Rainer Weißengruber.

Auch am Sonntag gibt's im Schlossmuseum von 13 bis 14 Uhr eine Führung durch die Ausstellung „Archäologie“.

Von 14.30 bis 15.30 Uhr gilt es, eine Entdeckungsreise durch das „Unsichtbare Rom“ zu machen, im Deep Space in 3D. Der BBC-Kurzfilm führt die Besucher tief unter die Oberfläche der ewigen Stadt Rom, wo Sie eine unglaubliche unterirdische Welt mit Bergwerken, Kanälen, Wasserleitungen und geheimen Tempeln vorfinden. Mit Martin Traxler vom OÖ Landesmuseum.

Martin Hochleitner, Kunsthistoriker und Leiter des Salzburg Museums, lädt Jung und Alt zu einem Rundgang durch das Berliner Pergamonmuseum und präsentiert dabei antike Kostbarkeiten aus der Vorderasiatischen Sammlung, von 16.30 bis 17.30 Uhr im Deep Space. Möglich wird der Besuch durch das Google Art Project, mit dem man Museen rund um die Welt virtuell besuchen kann.


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