„Andere Kulturstädte beneiden uns“
LINZ. Rund 1,5 Jahre nach ihrem Start als Stadträtin für Kultur, Tourismus und Kreativwirtschaft erzählt Doris Lang-Mayerhofer (ÖVP), warum für sie Linz eine der weltweit kreativsten Städte weltweit ist.

Im Unterschied zu Städten wie Salzburg und Wien hebt man sich auch durch den Status als „Unesco City of Media Arts“ aus: „Dies verstärken wir mit dem Vali Export Center in der Tabakfabrik genauso wie mit dem neuen Stream-Festival, wo es um Digitalisierung in der Musik geht, bis zu unserem Flagschiff, der Ars Electronica Festival. Darum beneiden uns in Linz auch viele andere Kulturstädte.“
Dabei betont die Kultur-Stadträtin, dass für sie die Kultur ein wichtiger Standortfaktor in Linz ist: „Ich glaube schon, dass sich die Menschen genau dann dafür entscheiden, in einer Stadt zu arbeiten oder leben zu wollen, wenn sich dementsprechend was tut. Da ist die Kultur natürlich ausschlaggebend dafür.“ Dafür würde man in Linz aber auch erfolgreich auf Bewährtes setzen: „Auch auf unsere Hochkultur und Tradition können wir stolz sein, wie etwa auf das Schaffen von Anton Bruckner. Bis zum großen Jubiläum 2024 (200 Jahre Anton Bruckner, 50 Jahre Brucknerhaus, Anm.) erwartet uns da noch einiges.“
Premiere für Stream-Festival
Lang-Mayerhofer ist überzeugt, dass auch das neue Stream-Festival gut ankommen wird: „Die Schwerpunktsetzung zur Medienkunst auch hier fortzusetzen, war uns wichtig. Das Publikum ist in Linz absolut da. Wir wollen mit diesem Festival rund um das AEC Maindeck eine breite Gesellschaft ansprechen, das Programm betrifft verschiedenste Musikrichtungen, nicht nur elektronische Musik. Neben dem AEC-Festival, das wir haben, geht“s beim Stream um die Digitalisierung in der Musik, eine super Ergänzung, wie ich meine.“
Generell sei die Stadt eine gute Talenteschmiede für die Kreativen geworden: „Ich komme selbst aus dem Design Bereich, kann das bestätigen, auch wir haben uns bewusst in Linz angesiedelt und glaubten dran, dass das Publikum dafür da ist. Wir haben viele Designer, etwa aus dem Modebereich da, die Kunstuni bringt einiges hervor, auch im Agentur- und Grafikbereich kommen viele Kreative, ebenso wie im Tourismus. Wir nützen unsere jungen Kreativen ja auch selbst, haben etwa kürzlich einen Imagefilm für den OÖ. Tourismus gedreht.“
Einsparungen prägten das erste Jahr
Gerade das erste Jahr war geprägt von Umstrukturierungen, aber auch von Einsparungen. „Ich bin immer der Meinung, dass man trotzdem auch hier kreative Lösungen finden kann, wie etwa das Beispiel Salzamt zeigt, das wir erhalten und trotzdem 100.000 Euro einsparen konnten. Das kann jetzt weiter ein Sprungbrett für die junge Kunst-Szene sein.“ Sie stünde gerade für Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land: „Man sieht das gut bei der archäologischen Sammlung der Stadt Linz, das wurde jetzt in Form einer Dauerleihgabe von der Stadt an das Land übergeben und wird dort super betreut. Man sieht auch, dass die Zusammenarbeit im Bereich der Kultur sehr gut funktioniert, etwa bei den Museen.“
Kreativwirtschafts-Knoten in der Tabakfabrik
50:50 zwischen Land und Stadt sei etwa auch die „Creative Region Linz and Upper Austria“ aufgeteilt, die in der Tabakfabrik angesiedelt ist. „Das ist eigentlich DER Kreativwirtschafts-Knoten. Die Region leistet hier tolle Netzwerkarbeit, die die Kreativen erst zusammenbringt. So bieten sie die Möglichkeit, Start Ups mit großen Investoren in Kontakt zu bringen. Formate wie die Open Studios zeigen, wie wir die Kreativwirtschaft sichtbar machen, auch für die Allgemein-Bevölkerung.“
Ihre persönlichen Lieblingsplätze in Linz? „Ich bin gerne auf dem Maindeck oder auf der Dachterrasse beim AEC, finde das es über den Dächern von Linz am schönsten ist. Bei den Plätzen an der Donau hat Linz noch Potenzial, einiges zu heben.“


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13.05.2018 13:25
da hat sie Recht
Das kann man auf jeden Fall auch so sagen, auch für mich ist Linz einfach ein vielseitige Stadt, man kann für sich entdecken ob man mehr aus dem Kulturangebot nutzen mag oder sich in der Natur bewegen, da verflechtet sich alles in dieser Stadt - und eben wirklich das kutlurangebot ist riesig, alleine wenn man an das Musiktheater denkt, das Brucknerhaus oder Lentos - es ist einfach immer was los und das kann man auch mal geniessen.