Fünf Pflicht-Termine für das „Stream-Festival“ in Linz
LINZ. „Des ist scho a bissl brutal“ meinte der Kurator des Stream-Festivals, Markus Reindl, auf die Vorgabe der Tips, sich fünf aus den über 60 Programmpunkten vom 30. Mai bis 2. Juni für die Leser herauszupicken. Geschafft hat er es dann trotzdem souverän.

Und das sind sie, die fünf Spezialtipps von Markus Reindl – Tococtronic am 2. Juni auf der Hauptbühne einmal ausgenommen, die ohnehin als „Pflichttermin“ in jedem guten Musikfan-Kalender stehen sollten:
Mefjus: Drum`n Bass Production
(Freitag, 1. Juni, 15.30 – 17 Uhr, AEC Seminarraum)
Mefjus ist ein Linzer Drum and Base-Produzent, der international unglaublich erfolgreich ist. Mich hats gefreut, dass er sich auch bereit erklärt hat, sich beim Stream eben nicht auf die Bühne zu stellen, sondern einen Workshop zu machen, wo er herzeigt, wie er eigentlich so seine Musik macht. Das Feedback im Vorfeld war bereits ein Wahnsinn. Er kriegt auch international bereits viele Anfragen, ob er das nicht woanders auch machen will. Im Drum and Base spielt er jedenfalls schon mit den ganz Großen mit.
Irradiation & Thomas Wagensommerer
(Freitag, 1. Juni, 23.30 – 0.30 Uhr, Stadtpfarrkirche Urfahr)
Der Clubteil ist mir beim Festival besonders wichtig, da komm ich auch musikalisch und inhaltlich her, über die ganze Innenstadt verteilt mit ausgewählten Locations arbeiten und auch die freie Szene stark mitarbeitet und gerne dabei ist, wie etwa KAPU und Kulturquartier. In der Stadtpfarrkirche triff „Irradiation“ auf, eine Wiener Künstlerin, die ich gut kenne. Sie hat sich extra für dieses Konzert eine Sorround-Geschichte für den Kirchenraum überlegt, das es am Freitag nachdem die Hauptbühne zusperrt, in der Stadtpfarrkirche Urfahr gleich daneben zu sehen und hören gibt.
DJ Michael Mayer
(Samstag, 2. Juni, 01 Uhr – 04 Uhr, Central Linz)
Eines meiner absoluten DJ-Highlights beim Stream ist Michael Mayer im Central, er ist der Chef von Kompakt, einem der renommiertesten Technolabels der Welt in Köln, er wird am Samstagnacht drei Stunden ein DJ-Set im Central liefern, wird dabei das Central von vorne bis hinten zerlegen. Es war ihm selbst wichtig, so lang zu spielen und nicht etwa 90 Minuten, wie das bei Festivals so üblich ist.
Grandbrothers
(Donnerstag, 30. Mai, 20.40 Uhr – 22 Uhr, Ö1 Bühne)
Für die Hauptbühne habe ich mich bewusst auf Bands konzentriert, die die Bühne füllen, keinen großen DJ dafür angedacht. Grandbrothers liegen mir besonders am Herzen, weil sie vieles von dem verbinden, wofür das Stream-Festival inhaltlich steht. Sie stehen mit einem Konzertflügel auf der Bühne, einer der beiden bespielt klassisch das Klavier, der andere klebt hydraulische Hämmer in das Klavier rein, die dann computergesteuert werden und Das Klavier quasi von der anderen Seite gespielt wird. Daraus entsteht eine durchaus vertraute und gar nicht mal so schräge Klangkomposition, die sowohl Elektronik- als auch Klassikfans, Junge und Ältere ansprechen wird. Meine Eltern haben mich gefragt, was sie vom Stream-Festival auch besuchen können. Die Grandbrothers waren meine spontane Antwort darauf.
Mount Kimbie
(Freitag, 1. Juni, 21.45 – 23 Uhr, FM4 Bühne)
Dass wir diese Band bekommen haben, ist für mich ein ganz großes Highlight. Mount Kimbie zwicken Linz in ihren Tourplan hinein, kommen direkt aus Barcelona und spielen am Tag darauf in London. Die Band begleitet mich schon lange, sie kommen eigentlich aus einer Post-Dubstep-Bewegung, haben sich in den letzten Jahren aber zu einer richtigen Liveband entwickelt. Genau aus dem Grund gehören sie auch da hin.
HIER gehts zum kompletten Programm und den Infos zum Stream Festivals.


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