Der reiche Mann stirbt: Ferdinand Schmalz‘ preisgekrönter neuer Jedermann feiert Premiere

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 20.09.2019 16:31 Uhr

LINZ. Das Landestheater Linz bringt Ferdinand Schmalz„ “Jedermann (stirbt). Spiel vom Sterben jedes reichen Mannes„ in die Kammerspiele. Das 2018 mit dem Nestroy-Theaterpreis für das beste Stück gekrönte Werk bringt Hugo von Hofmannsthals bekanntes Spiel in das 21. Jahrhundert. Premiere: Freitag, 20. September.

Die (teuflisch) gute Gesellschaft hat sich zusammengefunden, um ein neues Zeitalter zu verkünden. Denn sie ist sich sicher: Der reiche Jedermann ist bald Geschichte. Immerhin glaubt er an nichts außer sich selbst und die Macht des Geldes. Der arme Nachbar Gott ist vom Zustand seiner Schöpfung schwer getroffen. Und doch hofft er: spätestens wenn ihm der Tod drohe, werde er zu seinem guten Inneren zurückfinden. Wer am Ende Recht behält, dem steht die Seele Jedermanns zu – so lautet die Vereinbarung zwischen ihm und der (teuflisch) guten Gesellschaft …

Ein eingespieltes und in Linz nicht unbekannten Team bringt  das preisgekrönte Werk auf die Bühne der Kammerspiele: Regisseurin Katka Schroth, Hartmut Meyer (Bühne) und Sung-A Kim (Kostüme). Gemeinsam haben sie in Linz bereits die erfolgreiche Österreichische Erstaufführung von Elfriede Jelineks „Das Licht im Kasten“ (Spielzeit 2017/18) verantwortet.

Jedermann als Investmentbanker

„Nicht nur eine neue Fassung, sondern ein ganz eigenes Stück hat Ferdinand Schmalz aus dem bekannten Jedermann gemacht“, so die Regisseurin. So macht Schmalz aus dem Jedermann einen Investmentbanker, das Stück trage unserer heutigen Welt Rechnung. „Die Fassung ist auch viel offener in der Besetzung, so gibt es eine Ehefrau, die Buhlschaft ist auch der Todesbote. Starke weibliche Elemente wurden eingebaut.“

Der sehr aktuelle Stoff sei natürlich mitgedacht, aber nicht plakativ thematisiert worden, kündigt Schroth an. Und es werde auch lustig und durch verschiedenste Elemente unterhaltsam.

Opulente Ausstattung

Opulent wird es auf der Bühne zugehen, es habe viel mit Comic zu tun, das Gegenteil von karg werde es sein, auch bei den Kostümen, kündigen Hartmut Meyer und Sung-A Kim an.

Mit Alexander Hetterle habe man die Idealbesetzung für den Jedermann gefunden. Mit ihm auf der Bühne Inga Wolff als seine Frau, Angela Waidmann als Buhlschaft und Tod, Katharina Hofmann als Jedermanns Mutter, Sebastian Hufschmidt als Amer Nachbar Gott sowie Florian Granzner und Michaela Lenhart als „Ganz dünner“ und „Dünner Vetter“, beide Mitglieder des Schauspielstudios.

Am Spielplan steht „Jedermann (stirbt)“ bis 14. Februrar, alle Termine/Karten: www.landestheater-linz.at

 

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