„Voices of Christmas“: Weihnachten im „Poxi-Style“

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 03.12.2019 20:06 Uhr

LINZ/REICHERSBERG/MONDSEE. Von ihrer ganz persönlichen Seite zeigen sich die Poxrucker Sisters bei „Voices of Christmas“, wo die drei Schwestern gemeinsam mit der Fritzmühl Soat'nmusi zu hören sind. Tips hat sich mit Stefanie, Christina und Magdalena vorab zum unterhaltsamen Gespräch getroffen.

Tips: Bei euch ist wieder viel passiert in den letzten Jahren …

Stefanie: Ja, viele Konzerte, neues Album, Christine hatte den wichtigsten 'Release' (lacht), Sohn Jonathan.

Tips: Habt ihr euch schon eingelebt ins Musikbusiness?

Stefanie: Es ist immer wieder etwas Neues dabei. Man muss sich, glaube ich, auch immer wieder ein wenig neu erfinden, in Sinne von, 'Wie wollen wir auf der Bühne sein? Welche Musik wollen wir machen?'. Es gibt noch immer Überraschungen, aber ein wenig routinierter sind wir geworden.

Magdalena: Mittlerweile arbeiten wir auch am vierten Album – wir haben schon drei Alben vorzuweisen, man ist dann schon gefestigter in diesem Musikbusiness.

Stefanie: Und man weiß auch viel mehr, was man will.

Christina: Ja, wenn wir jetzt wieder auf Tour gehen, wissen wir, was ist wichtig, was brauchen wir vor Ort. Was ist in der Planung wichtig. Da sind wir jetzt schon viel besser ausgerüstet ...

Stefanie: Die große Aufregung ist aber trotzdem noch jedes Mal da. Die Routine schadet auf keinen Fall, aber man ist nicht abgebrüht. Diese Aufregung braucht man auch ein wenig. Das vor jedem Auftritt das Herz trotzdem klopft …

Tips: Es ist einem nicht egal. Das würde sonst auch das Publikum merken …

Stefanie: Sofort. Und wir würden es auch merken. Da sind wir schon recht froh, dass wir soviel Spaß daran haben. Das hat auch Zeit gebracht, dass wir uns immer besser auch auf der Bühne zurechtgefunden haben und dass wir unsere Musiker schon so gut kennen. Bei uns drei genügt sowieso ein Blick und wir wissen, was bei der anderen gerade los ist. Umso mehr Erfahrung man hier hat, umso sicherer man ist, umso mehr Spaß macht es auf der Bühne.

Tips: Gibt's ein besonderes Highlight der letzten Jahre?

Christina: Für mich ist immer Woodstock der Blasmusik ein besonderes Highlight. Es war beim ersten Mal ein volles Highlight und heuer wieder …

Stefanie: Große Highlights sind immer, wenn die Leute mitsingen. Wie das zum allererste Mal passiert ist, dass wir auf die Bühne sind und die Leute haben die Texte gekonnt und mitgesungen, das bleibt ewig in Erinnerung. Jedes Mal, wenn das wieder passiert, hat man so einen Flashback.

Magdalena: Es ist beeindruckend. Das Besondere am Woodstock ist: ein Riesen-Areal und so viele Leute, man steht auf einer so riesigen Bühne und alle machen Party zu unserer Musik, das ist schon speziell.

Stefanie: Aber jetzt im Advent, diese ruhigen, besinnlichen Konzerte vor Weihnachten, die haben eine besondere Intimität. Es ist teilweise großes Publikum, aber durch die besonderen Orte, in Kirchen, oder im Dom zum Beispiel – man ist da den Leuten sehr nahe und ich glaube sie sind uns sehr nahe, weil wir in einer kleineren Besetzung sind.

Christina: Es sind halt eher nur wir drei mit den Stimmen und dezenter und ich glaube die Leute freuen sich auch, dass sie uns drei dann so erleben.

Stefanie: Die Liedauswahl ist genau auf die Zeit abgestimmt, es ist etwas Emotionales, etwas Besinnliches, aber trotzdem auch etwas was mitreißt. Wir freuen uns schon voll. Wir hatten schon die volle Freude beim Proben, heuer ist erstmals eine Geigerin zusätzlich dabei, das macht das nochmal besonderer für uns. Man kommt auch schon in Weihnachtsstimmung…

Magdalena: Ich habe schon alles dekoriert zu Hause (lacht)

Tips: Ihr seid heuer Teil von 'Voices of Christmas„. Eure Adventkonzerte sind wahnsinnig erfolgreich, woran, glaubt ihr, liegt das?

Stefanie: Diese ruhigen, besinnlichen Konzerte haben eine besondere Intimität. Durch die besonderen Orte – im Dom zum Beispiel – ist man den Leuten sehr nahe.

Magdalena: Und ich glaube, dass auch die Texte unserer Lieder viel präsenter sind. Natürlich, wenn die große Band dabei ist, dann ist das Schlagzeug dabei, dann ist mehr Wirbel und mehr Bewegung. Bei diesen akustischen Konzertsettings ist es so, dass man wirklich den Text spüren kann und somit auch uns besser kennenlernt und spürt.

Stefanie: Und natürlich ist eine andere Auswahl von Liedern zu hören. Hier ist Platz für das Ruhige. Es ist etwas, wo eine ganze Familie sich wiederfindet. Das merkt man bei unseren Konzerten sowieso: Kids, Eltern bis zu Oma und Opa, dazwischen Mädlsgruppen, Chöre: Wir haben ein tolles Publikum.

Tips: Gibt's nur Sachen von euch zu hören?

Christina: Fast nur Sachen von uns, aber auch zwei, drei amerikanische Weihnachtslieder, die wir aber auf Mundart umgeschrieben haben …

Stefanie: Stopp, das ist eine Überraschung! (alle lachen)

Magdalena: Es gibt diese klassischen Weihnachtslieder, die dazugehören – aber trotzdem nicht so wie man sie kennt, sondern in unserem Poxi-Style.

Tips: Euer persönliches Weihnachts-Lieblingslied?

Stefanie: 'Es wird scho glei dumpa' ist immer mit dabei. Das wird zu Hause gesungen, da ist sofort Weihnachten – und das haben wir auch im Programm.

Tips: Wie feiert ihr Weihnachten? Gibt's spezielle Traditionen?

Christine: Ja, die lösen sich jetzt ein wenig auf …

Magdalena: Je älter man wird, umso mehr verändert sich dass. Aber wir feiern schon immer noch mit unseren Eltern, es kommt dann halt jemand dazu (lacht), unsere Partner und Kinder … Aber das ist Tradition, dass wir mit Mama und Papa feiern.

Stefanie: Dass wir am 24. den Christbaum gemeinsam schmücken und den Tag gemeinsam verbringen. Aber als Musikerinnen ist natürlich die Zeit um Weihnachten die Zeit, wo man sich sozial auch engagiert. Heuer sind wir bei Licht ins Dunkel dabei, letztes Jahr beim Ö3-Weihnachtswunder, dann waren wir am 24. im Kinderkrankenhaus, immer wieder ergibt sich da sowas, dass den klassischen Ablauf vom 24. ein wenig verändert. Aber es sind immer sehr berührende und bewegende Sachen. Am Abend gibt es dann jedes Jahr etwas anderes zu essen.

Magdalena: Naja, mittlerweile hat es sich schon eher …

Christina: … meistens Bernerwürstl – überhaupt nicht traditionell (lacht).

Stefanie: Aber wir stimmen jedes Jahr demokratisch neu ab (lacht)… Weihnachten ist auf jeden Fall ein Familienfest, wir verlängern es dann mit der Großfamilie. Das ist unsere Zeit und die ist uns dann auch sehr heilig.

Tips: Ihr arbeitet an einem neuen Album, gibt“s schon einen Erscheinungstermin?

Christina: Es gibt schon viele Songs und es gibt viele Ideen, aber wir möchten uns jetzt nicht mehr so festlegen. Wir wollen uns die Zeit nehmen.

Tips: Ihr habt auch eine neue Geigerin mit dabei, Magdalena Sammer. Wie ist es dazu gekommen?

Stefanie: Ich spiele ja Geige, aber ich kann, dadurch das ich singe, nicht alles spielen. Und es gäbe so schöne Parts, die Roman Steinkogler wunderbar am Keyboard gespielt hat, aber wir haben uns gedacht, das es schon schön wäre, wieder etwas Neues auszuprobieren.

Magdalena: Sie passt ganz gut zu uns: Sie ist so klein wie wir, sie ist blond wie wir, sie redet und lacht sehr viel … (lacht).

Stefanie: Man könnte glauben, sie wäre wirklich unsere vierte Schwester.

Tips: Es gibt schon einige Songs fürs vierte Album…

Stefanie: Zwei neue Songs wird man auch bei 'Voices of Christmas' schon hören…

Tips: Wie läufts auf Tour mit deinem Sohn, Christina?

Christina: Der bleibt beim Papa, natürlich würde ich mich freuen, wenn sie mit wären, aber es ist zu Hause einfach gescheiter. Momentan ist sowieso Papa-Phase, also bin ich entspannt, auch wenn ich ihn vermissen werde…

Stefanie: Letztes Jahr war das schon ein anderer Stressfaktor, Jonathan war vier Monate alt… da hatten wir nicht soviel Zeit rundherum. Aber heuer sind wir draufgekommen: wir brauchen unbedingt „Herzklopfen“„-Babybodys. 

Magdalena: Die gibt“s jetzt für unsere jüngsten Fans.

Voices of Christmas

Mittwoch, 11. Dezember, 19.30 Uhr, Mariendom Linz

Freitag, 13. Dezember, 19.30 Uhr, Stiftskirche Reichersberg

Freitag, 20. Dezember, 19.30 Uhr, Basilika Mondsee

Infos und Karten: www.voicesofchristmas.at, Domcenter Linz, Stift Reichersberg, Basilika Mondsee, Ö-Ticket, alle bekannten Kartenbüros

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