Prominent besetzte Oberösterreich-Premiere des neuen Jägerstätter-Films „Ein verborgenes Leben“ in Linz

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 22.01.2020 14:29 Uhr

LINZ/ST. RADEGUND. Oberösterreich-Premiere feierte der neue Jägerstätter-Film „Ein verborgenes Leben“ am 21. Jänner 2020 im Moviemento Linz. Unter den anwesenden Gästen: die Schauspieler Valerie Pachner und Karl Markovics, die Jägerstätter-Töchter Maria Dammer und Aloisia Maier, Landeshauptmann a. D. Josef Pühringer und Bischof Manfred Scheuer. 

Bei den 72. Filmfestspielen in Cannes im Mai 2019 mit dem ökumenischen Filmpreis ausgezeichnet, war der Film „A Hidden Life“ von US-Starregisseur Terrence Malick im Moviemento in deutschsprachiger Version zu sehen. Unter dem Titel „Ein verborgenes Leben“ zeichnet das Drei-Stunden-Epos auf berührende Weise Leben und Haltung des seligen Franz Jägerstätter und seiner Frau Franziska und deren große Liebe zueinander nach.

Die Produktion basiert auf einem Skript von Elisabeth Bentley, das sich an der Jägerstätter-Biografie von Erna Putz orientiert. 

350 Gäste im Kinosaal

Zur Oberösterreich-Premiere luden der Jägerstätter-Beirat der Diözese Linz und das Franz und Franziska Jägerstätter Institut an der KU Linz. Zu den Premieren-Gästen gehörten unter anderen die Jägerstätter-Töchter Maria Dammer und Aloisia Maier, Enkel, Urenkel und andere Angehörige, Jägerstätter-Biografin Erna Putz, Landeshauptmann a. D. Josef Pühringer, Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, Landtagsabgeordneter Peter Binder, Landeskulturdirektor Reinhold Kräter, Mitglieder des Jägerstätter-Beirats und dessen Vorsitzender Bischofsvikar Maximilian Mittendorfer, die Vorsitzende der Regionalkonferenz der Frauenorden in der Diözese Linz Sr. Michaela Pfeiffer-Vogl sowie aus St. Radegund Bürgermeister Simon Sigl und Vizebürgermeister Josef Esterbauer.

Auch alle drei Linzer Bischöfe waren zur Oberösterreich-Premiere gekommen. Bischof Manfred Scheuer und seine Vorgänger Bischof em. Ludwig Schwarz und Bischof em. Maximilian Aichern haben einen persönlichen Bezug zu Jägerstätter und dessen Seligsprechung. 

Extra aus den USA eingeflogen war Produzent Josh Jeter, auch die in Bad Schallerbach aufgewachsene Schauspielerin Valerie Pachner, die im Film Franziska Jägerstätter verkörpert, und Karl Markovics – er spielt den Bürgermeister von St. Radegund – waren zur Premiere gekommen und gaben in einer Interviewrunde vor dem Filmstart Einblicke in die Dreharbeiten und die von ihnen verkörperten Charaktere.

Gedreht in St. Radegund, Südtirol und Potsdam

Im Film wirken neben Valerie Pachner und Karl Markovics zahlreiche weitere heimische Schauspielgrößen mit, etwa Tobias Moretti (Pfarrer Fürthauer) und Sophie Rois. Die Rolle Franz Jägerstätters übernahm der deutsche Schauspieler August Diehl. Der im Februar 2019 verstorbene Bruno Ganz spielt einen NS-Richter. Gedreht wurde 2016 – damals noch unter dem Arbeitstitel „Radegund“ – in Südtirol (Brixen, Franzensfeste und Bergdörfer in den Dolomiten), in den Filmstudios Babelsberg in Potsdam, in der ostsächsischen Kreisstadt Zittau und auch zwei Tage lang im Jägerstätter-Haus in St. Radegund.

„Bei den Dreharbeiten, ganz speziell in diesem Moment, wo sich die beiden im Gefängnis zum letzten Mal sehen, ist mir klar geworden, dass sie das jeweils allein nicht hätten machen können. Durch dieses Zusammen sein, durch dieses Zu-zweit-Sein und in dieser Gemeinsamkeit ist eine ungeheure Kraft entstanden, die es ihnen ermöglicht hat, durchzugehen. Da ist mir wirklich bewusst geworden, wie viel so eine Art von Liebe bewirken kann und wie sehr das für die Herausforderungen, durch die sie gehen mussten, hilfreich war“, so Schauspielerin Valerie Pachner. 

Jägerstätter-Tochter Maria Dammer hat den Film mit ihren beiden Schwestern Aloisia Maier und Rosalia Sigl schon mehrfach gesehen. Sie hat auch die Dreharbeiten in St. Radegund besucht, wie sie sich erinnert: „Da haben sie gerade die Szene im Schlafzimmer gedreht. Und da hab ich die Valerie frisiert und ihr einen Knoten gemacht, wie ihn die Mutter immer gehabt hat.“ 

„Ein verborgenes Leben“ in den Kinos

Ab 31. Jänner läuft der Film „Ein verborgenes Leben“ in den heimischen Kinos an. Mehr Infos zum Film unter www.filmladen.at/ein-verborgenes-leben

 

 

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