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LINZ. Das Neue Orchester präsentiert am 16. September im Rahmen des Internationalen Brucknerfestes Bruckners „Annullierte“ und Brahms' Tragische Ouvertüre. Den Beweis, dass es sich bei Bruckners „Annulierter“ um eine vollgültige Bruckner-Sinfonie handelt, tritt Christoph Spering mit seinem renommierten Originalklangorchester an. Geigenvirtuose Sergey Malov ist an der Violine zu hören.

Violinist Sergey Malov (Foto: Julia Wesely)
Violinist Sergey Malov (Foto: Julia Wesely)

Zwei Jahre nach dem Abschluss seines Violinkonzerts - das Sergey Malov im Konzert auf Darmsaiten spielen wird und in dem sich Brahms nicht zuletzt durch die Wahl der Tonart D-Dur erneut mit seinem Vorbild Beethoven auseinandersetzte - entstanden im Sommer 1880 fast zeitgleich die Tragische Ouvertüre und die Akademische Festouvertüre. „Die eine weint – die andre lacht“, hielt Brahms fest und betonte, dass er im Falle der „Weinenden“, für die er auf Skizzen zu einem Sinfoniesatz zurückgriff und zu deren Titel er sich erst spät entschließen konnte, „kein bestimmtes Trauerspiel als Sujet im Sinne“ hatte.

„Diese Sinfonie ist ganz ungiltig“

Mehr als zehn Jahre zuvor war Bruckner zum Professor für Harmonielehre und Kontrapunkt am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien berufen worden und begann schon kurz darauf, im Jänner 1869, mit der Arbeit an einer „Zweiten Symphonie“. Als er sich später, vermutlich aufgrund kritischer Reaktionen dazu entschloss, das Werk zu annullieren, vermerkte er in der Partitur: „Diese Sinfonie ist ganz ungiltig (Nur ein Versuch)“.

Den Beweis, dass es sich im Gegenteil um eine vollgültige Bruckner-Sinfonie handelt, tritt Christoph Spering mit seinem renommierten Originalklangorchester an. An der Violine zu hören ist Sergy Malov.

Karten für das Konzert am Mittwoch, 16. September, 19.30 Uhr im Großen Saal im Brucknerhaus gibt's unter www.brucknerhaus.at, Tel. 0732/775230, und bei Öticket.


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