Landestheater: Junges Theater zeigt Stücke im Netz
LINZ. Um die Wartezeit bis zur Öffnung der Theatersäle zu überbrücken, hat das Junge Theater des Landestheaters Linz nun die „Netzbühne“ gestartet. Auf ihr können sowohl das Stück „Junger Klassiker – Faust Short Cuts“, als auch „Alice im Wunderland“ als Filmversionen gesehen werden – jederzeit.

Der 18. Jänner 2021 steht als nächster Öffnungstermin für die Kultur. Wann Schulvorstellungen wieder stattfinden können, ist noch nicht bekannt, denn diese sind zusätzlich noch von den Farben der schulischen Corona-Ampel abhängig. „Um unser Publikum – besonders die Schulklassen – aber dennoch mit unseren kulturellen Anreizen zu erreichen, bereiten wir schon seit dem Beginn der Spielzeit unsere Netzbühne vor – eine Video-On-Demand Plattform auf unserer Webseite, über die Filmversionen ausgewählter Produktionen bereitgestellt werden. Das heimische Sofa können wir leider nicht in Theatersessel verwandeln, aber so können wir vielleicht etwas Theaterzauber zugänglich machen, zur Weihnachtszeit und einfach zum Genießen“, lädt Spartenleiterin Nele Neitzke ein, das Angebot zu nutzen.
„Junger Klassiker – Faust Short Cuts“ – Der Film
Für alle ab 13 Jahren ist das Stück „Junger Klassiker - Faust Short Cuts“ empfohlen. Im September hatte die Bühnenfassung Premiere. Die Filmversion nimmt die Grundidee des Monologs – der einsame Protest eines Fans des Goethe-Dramas, der die Landestheaterbühne besetzt, um für eine Inszenierung des Klassikers zu demonstrieren – auf und adaptiert sie ins digitale Format: Der junge Mann spricht nun nicht mehr das Publikum im Saal, sondern direkt den Zuseher hinter der Kamera an, während er von aller Welt verlassen auf der Studiobühne demonstriert.
„Alice im Wunderland“ – Der Film
Ebenso zu sehen ist der Klassiker „Alice im Wunderland“. Das Stück hätte Anfang November Premiere gefeiert. Im Stück nach Lewis Carroll landet die junge Alice von ihrer Neugier getrieben auf der Kammerspielbühne und von dort im Wunderland, auf der Suche nach einem roten Knopf, einem verspäteten Kaninchen und dem Weg nach Hause. In der Filmversion spielen die Studierenden der Anton Bruckner Privatuniversität die Bühnenversion mit einigen filmischen Adaptionen.
Blick hinter die Kulissen
Rund um die Inszenierungen gibt's auch das Format „Kurz skizziert“ mit Video-Einführungen und „Kurz nachgefragt“ ein Feature mit den Darstellern von „Alice im Wunderland“. Exklusiv für Schulklassen gibt es auch einen Blick hinter die Kulissen in Form einer Video-Führung durch das Schauspielhaus an der Promenade. Darüber hinaus sind Live-Nachgespräche über Video-Meetings geplant.
Tickets für die Filme (ab 3 Euro) gibt's online.


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