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Corona-Kino, Anstecker, Archiv der Unsicherheiten: Kunstuni mit 21 Projekten in der Linzer Innenstadt

Karin Seyringer, 24.04.2021 09:27

LINZ. Interventionen, Performances und Skulpturen: Die Kunstuniversität Linz bringt am 30. April endlich wieder Kultur in den öffentlichen Raum. Die Besucher erwartet ein vielfältiges Programm, das Covid-sicher zum Mitmachen einlädt. 

  1 / 4   CCGraph: Projektionen, Popcornduft und Gemeinschaftsgefühl (Foto: Daniel Derflinger und Anne Rotter)

Die Kunstuni hat in den vergangenen Monaten mit der National Kaohsiung Normal University in Taiwan als Kooperationspartnerin auf vier „Expeditionen ins Jetzt!“ die Corona-Gegenwart erforscht. Aus den gesammelten Eindrücken und Ideen entstanden 21 Projekte, die nun in der Linzer Innenstadt zu sehen sind.

Ausgehend vom Hauptplatz bespielen die Abteilungen Visuelle Kommunikation, „die architektur“ sowie Kunstgeschichte und Kunsttheorie am Freitag, 30. April von 13 bis 19 Uhr Straßen, Plätze, Wände, Fenster, Auslagen und leerstehende Geschäfte.

Eine Auswahl der Projekte

„Archiv der Unsicherheiten“ (Pfarrplatz 18)

Leonie Kalteneggers „Archive of Uncertainty“ zeigt, wie sich das Gefühl der Unsicherheit anfühlt. Betrachtet man die flüchtige und vage Charakteristik der „Ungewissheit“ aus einem anderen Blickwinkel, erkennt man, dass diesem Wort auch transformative Kräfte innewohnen. Alle Besucher sind eingeladen, ein kollektives Stimmungsbild in einem Archiv zu sammeln.

„Öffentliches Tagebuch“ (Hauptplatz 8)

Stefanie Hoffmanns Projekt lädt dazu ein, Stimmungen des Jetzt einzufangen. Freies Drauflosschreiben ist erwünscht, so entsteht quasi ein gesammeltes Gedankengut.

„Brojekt“ (Alter Markt)

Sophia Eder, Johannes Parz, Christoph Picco und Stefan Schneider interpretieren das archaische Lagerfeuer neu: Der mobile (Back-)Ofen wird mit Holz befeuert, zwischenmenschlicher Austausch bei Fladenbrot soll nicht nur satt machen, sondern auch die Freude an den einfachen Dingen aufzeigen.

„Yellow Submarine“ (Lessingstraße 18)

Paul Eis und Julien Reinhardt haben eine freistehende Skulptur erdacht, die sich aus ihrem Standort entwickelt. Sie ist der Versuch, die Sichtweise auf unsere Umwelt zu verändern und die Sinneswahrnehmung zu verzerren: Der Ort wird einer Transformation unterzogen, sodass man glauben könnte, Linz liege am Meer.

„CCGraph – Covid Cinema“ (Bethlehemstraße 12 und Hauptplatz 6)

Daniel Derflinger und Anne Rotter wandern mit ihrer Hommage an das Kino durch Linz und lassen das langersehnte Filmvergnügen in all seinen Facetten wieder aufleben – mit Projektionen, Popcornduft und natürlich ganz viel Gemeinschaftsgefühl.

„Achtung, Anstecker*in!“ (Adalbert-Stifter-Platz)

Luana Bechstein und Angelika Wonisch erinnern uns mit ihren farbigen, biologisch abbaubaren Ansteckern daran, dass nicht nur Viren ansteckend sind, sondern auch Lachen, Gähnen, Ideen und Emotionen.

Individueller Spaziergang durch Linz

Der Aktionstag ist Corona-sicher für einen individuellen Spaziergang durch die Innenstadt konzipiert. Die Einhaltung der Hygieneregeln ist zu beachten: Zwei-Meter-Abstand, Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und regelmäßige Handdesinfektion.

Alle Infos unter now.ufg.at

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