750 Künstler aus 34 Ländern an dualer Ars Electronica beteiligt
LINZ. Das Ars Electronica Festival 2021 ist vorbei, die Bilanz kann sich sehen lassen. 750 Künstler aus 34 Ländern waren an dem dualen Festival - in Linz und online beteiligt. 30.000 Besuche wurden vor Ort in Linz gezählt.

„Es war fantastisch, hier in Linz wieder einmal Künstler, Forscher, Designer und Aktivist aus aller Welt zu treffen, ihre Begeisterung und ihren Optimismus zu spüren“, blickt Gerfried Stocker, Künstlerischer Geschäftsführer von Ars Electronica, auf die vergangenen fünf Tage zurück. „Ob Mitwirkende oder Besucher – ich glaube, es hat allen sehr große Freude bereitet, einander wiederzusehen, sich auszutauschen und gemeinsam nach vorn zu blicken.“ Auch JKU-Rektor Meinhard Lukas unterstreiche: „Wer am Wochenende durch Kepler's Gardens geschlendert ist, sich die Ausstellungen und Präsentationen angesehen und mit den vielen Künstlern und Wissenschaftlern unterhalten hat, ist ohne Zweifel sehr inspiriert nach Hause gegangen.“
Erstmals duales Festival
Trotz-Corona, Einreisebeschränkungen und weiteren Hürden wie Quarantäne brachte das Festival 668 Künstler direkt vor Ort nach Linz. Und auch die Besucheranzahl kann sich sehen lassen: „Im August waren 14.208 Besucher im Ars Electronica Center – so viel wie in keinem anderen August seit dem Kulturhauptstadtjahr“, sagt Stocker. „Wir haben deshalb im Vorfeld natürlich gehofft, dass auch das Festival auf großes Interesse stoßen wird.“ Sonntagabend zählte dieses Festival dann mehr als 30.000 Besuche – und übertraf damit die Erwartungen. Sowohl die von Mittwoch bis Sonntag zugänglichen Locations in der Innenstadt (insgesamt 11.000 Besuche) als auch die von Donnerstag bis Sonntag geöffneten Kepler's Gardens auf dem Campus der JKU waren sehr gut besucht.
Bedeutung der Kunst wird klar
„Trotz dieser sehr erfreulichen Zahlen möchte ich aber festhalten, dass gerade die Pandemie sichtbar gemacht hat, dass es in Sachen Kunst und Kultur nicht in erster Linie um Zahlenspiele und Besuchsstatistiken gehen darf“, so Stocker weiter. „Angesichts der massiven Spaltung unserer Gesellschaft und der unsäglichen Rolle, die die Algorithmen unserer digitalen Welt dabei spielen, wird deutlich, wie wichtig die Förderung künstlerischer Reflexion ist. Wir müssen einen breiten gesellschaftlichen Dialog aufrechterhalten und immer wieder anstoßen. Der Beitrag, den die Kunst dazu zu leisten imstande ist, kann gar nicht überschätzt werden.“
Weltweit 186 Partner und 86 Festival-Gardens
86 Festival-Gardens wurden im Rahmen der Ars Electronica 2021 angelegt – alle Kontinente waren vertreten. Insgesamt 186 Partner aus 47 Ländern haben dazu beigetragen, dass in diesen vielen Gärten Ausstellungen, Konferenzen, Konzerte, Performances und Führungen angeboten werden konnten. „In Zeiten wie diesen ist es einfach ein großartiges Statement, wenn sich so viele Künstler und Institutionen rund um die Welt zusammentun und vor Ort wie online versuchen, die Menschen zum Nachdenken anzuregen und in einen Dialog rund um unsere Zukunft zu verstricken“, bedankt sich Stocker bei allen, die bei dieser Ars Electronica mit dabei waren.
Das Datum für die nächste Ausgabe steht schon fest: Die Ars Electronica 2022 wird von 7. bis 11. September stattfinden.


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