Das Feuer von Solferino brennt heuer in Linz

Nora  Heindl Tips Redaktion Nora Heindl, 21.06.2022 10:38 Uhr

LINZ. Zum Gedenken an die Schlacht von Solferino ziehen am 25. Juni rund 550 Kinder und Jugendliche mit Fackeln durch Linz. Damit holen sie die menschenverbindende und für den Frieden stehende Tradition der „Fiaccolata“ erstmals nach Oberösterreich. Davor absolvieren die Jung-Rotkreuzler ihren Erste-Hilfe-Landesbewerb sowie eine Schnitzeljagd.

Es passierte Ende Juni im Jahr 1859: Der Schweizer Henry Dunant wird zufällig Zeuge der Schlacht von Solferino (Italien). Erschüttert von der Hilflosigkeit tausender Verwundeter organisierte er Hilfe und legte damit den Grundstein aus dem das Rote Kreuz entstand. Daran gedenken jedes Jahr tausende Menschen aus aller Herrenländer. Bei der „Fiaccolata“ wandern sie jedes Jahr von Solferino nach Castiglione und verwandeln die 15 Kilometer lange Wegstrecke in ein Meer aus leuchtenden Fackeln.

Das OÖ. Jugendrotkreuz schließt sich dieser Tradition an, die auch als nach außen getragenes Symbol für den Frieden steht. „Wir holen das Feuer von Solferino nach Oberösterreich und erwärmen Linz mit der weltverbindenden Kraft der Menschlichkeit“, freut sich OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger auf das Event. Der abendliche Fackelzug findet vom Linzer Schloss, entlang der Landstraße bis zum Musiktheater statt.

Bereits am Vormittag startet der Erste-Hilfe-Landesbewerb des Jugendrotkreuzes am Gelände der Firma Barbaric in der Pummererstraße. Nach einer kulinarischen Stärkung aus der Feldküche geht es bei einer Schnitzeljagd quer durch die Linzer Innenstadt. Die jungen Teilnehmer absolvieren dabei acht verschiedene Aufgaben.

„Freude, Spaß und Gemeinschaft stehen im Vordergrund“, verrät der OÖ. Rotkreuz-Präsident, der den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen viel Vergnügen wünscht. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten Geselligkeits-Events und Bewerbe bis dato kaum stattfinden. „Das Feuer von Solferino soll ein Highlight vor den Sommerferien werden. Es freut uns, wenn Passanten auf unsere Aktivitäten im Namen von Humanität und Zusammenhalt aufmerksam werden“, meint Aichinger.

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