„Das SBÄM-Fest in Linz wird weit mehr als nur ein Musikfestival“

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Jürgen Affenzeller Tips Redaktion Jürgen Affenzeller, 06.07.2022 10:08 Uhr

LINZ. Mit seinem SBÄM-Fest am 30. und 31. Juli verwandelt Stefan Beham im Sommer nicht nur die Linzer Tabakfabrik zum Mittelpunkt der internationalen Punkrock-Szene, auch der Streaming-Riese Netflix wird zum Festival für die Dreharbeiten einer Doku dabei sein, die ab Jahresende ausgestrahlt wird. Tips verlost 2x2 Festivalpässe.

„18 Stunden am Tag gehören für mich derzeit der Festival-Vorbereitung, die restlichen Stunden gehen für Arbeiten am Label drauf“, schmunzelt Stefan Beham im Gespräch mit Tips. Er und sein Team haben in diesen Tagen viel zu tun: Am 30. und 31. Juli werden nicht nur 32 Bands, wie die Dropkick Murphys, Wizo oder die Donuts, in der Linzer Tabakfabrik gastieren, auch Skate-Action, Ausstellungen, Tattoo-Artists oder Barbershops wird es zu sehen geben. „Das SBÄM-Fest ist weit mehr als nur ein Musikfestival. Unter anderem dürfen wir den legendären Profiskater Steve Caballero begrüßen, der für uns extra nach Europa kommt. Er ist einer der weltberühmtesten Skater, der gemeinsam mit Tony Hawk alles aufgebaut hat.“

Netflix-Team ab 16. Juli dabei

All diese Tätigkeiten des 40-jährigen SBÄM-Chefs sollen im Zuge einer Netflix-Dokumentation beleuchtet werden, die einen Monat lang in Linz gedreht und zu Jahresende ausgestrahlt wird.

„Das Netflix-Team kommt am 16. Juli. Da werden wir uns gewisse Schauplätze aussuchen, der Großteil wird in Linz gefilmt werden, etwa bei uns im Office, in der Tabakfabrik, am Pöstlingberg, im Mural Harbor, der Kapu und der Stadtwerkstatt. Wir drehen aber auch am Attersee, in Wien und in Wels. Auch privat wird mitgefilmt, das soll ja keine gestellte Doku werden.“ Die Ankündigung einer Netflix-Demo schlug im Vorfeld medial bereits hohe Wellen. „Wir haben durch das auch die Chance, dass wir noch viel bekannter werden“, weiß Beham.

Bei Punkrock-Museum in Las Vegas mit dabei

Ursprünglich wollte das Netflix-Team den 40-Jährigen zu Ausstellungen mit seinen Kunstwerken durch die USA begleiten. „Das Projekt ist aber wegen Corona gar nicht erst zustande gekommen“, so Beham, der trotzdem große Pläne in den Staaten verfolgt: „Im Herbst wird das erste offizielle Punkrock-Museum in Las Vegas eröffnet, unter anderem von Fat Mike von Nofx, Dave Grohl und weiteren bekannten Initiatoren. Von jedem Land soll es Repräsentanten geben, wir sind eben die Österreicher und wir sind auch bei der Eröffnung dort. Das ist auch zum Netzwerken toll. Wir haben gerade unsere Tochtergesellschaft in Arizona gegründet und nächstes Jahr soll auch ein SBÄM-Fest in den USA stattfinden“, kündigt Beham an. Doch auch Oberösterreich wird ein wichtiger Standort bleiben: „Linz wird auch nächstes Jahr wieder Schauplatz eines SBÄM-Festes werden“, verkündet der 40-Jährige.

Sieben Monate um Headliner gekämpft

Das ganz persönliche Highlight unter den 32 Bands, die in Linz spielen werden, sind für Stefan Beham die Dropkick Murphys: „Das war ein sieben Monate langer Kampf, dass wir die am Ende bekommen haben, es ist wirklich nicht selbstverständlich, dass sie in Linz spielen. Natürlich gibt es zig andere Bands, wie Wizo oder Pennywise, die die Besucher begeistern werden. Bis zum Nachmittag spielen Bands, die im Normalfall anderswo die Headliner sind, wie Millencolin oder die Descendants.

Interesse aus aller Welt

Nicht nur Besucher aus ganz Österreich haben dabei das SBÄM- Fest am Schirm. Beham: „Wir haben auch bereits Karten von England über Schweden bis nach Australien dafür verkauft.“

Eintritt unter 18 Jahren frei

Auch das Drumherum ist beim SBÄM-Fest nicht wie bei anderen Festivals: „Die Jugend ist unserer Meinung nach nicht mehr so Rockmusik-affin. Deshalb bieten wir freien Eintritt für alle unter 18 Jahren an. Das ist uns auch ganz wichtig. Wir haben auch einen Fokus auf Diversität und die Frauenquote unter den Besuchern. Auf den meisten Rockfestivals gibt es eine geringe Frauenquote, bis 2024 ist unser Ziel, 50 Prozent Frauen auf den Festivals zu haben. Wir haben auch ein eigenes Awareness-Team, das hilft, wenn man sich nicht wohl fühlt oder man Ansprechpartner und Rückzugsräume braucht“, verrät Beham.

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